News-Einzelansicht

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    Monatswort

    Ich könnte jederzeit ohne nachzudenken beschreiben,

    wo ich gewesen bin und was ich gemacht habe, als die Beerdigung von Lady Diana Spencer am 6. September 1997 am TV ausgestrahlt wurde, oder als am 11. September 2001 Flugzeuge in die Twin Towers und das Pentagon krachten – damals lebte ich in der Nähe von Washington D.C. Auch meine Frau habe ich dort in den USA kennen gelernt am Freitag, 1. September 2000, um Mittag. Zwei von diesen Ereignissen haben mich persönlich nicht betroffen (nein, ich bin wirklich nicht verwandt mit den Windsors), trotzdem kann ich mich ohne Anstrengung an sie er-innern, d.h.« ich habe sie ver-innerlicht», «sie in mein Inneres gelassen». Wir können uns an all das erinnern, was uns innerlich berührt hat und ein Teil von uns geworden ist, egal ob es mit uns, um uns oder für uns passiert ist. Wäre es nicht so, würde das alte Gospellied keinen Sinn machen: Were you there when they crucified my Lord? - Warst du da, als sie meinen Herrn kreuzigten?... Ach, der Gedanke lässt mich erzittern. Erinnern wir uns noch, wie der Tod Jesu uns erzittern liess?

    Tibor Szedlàk-Michel, Pfarrer