Vision: nahe dran.

    Vision: nahe dran.

    Nahe am Pulsschlag der Welt und nahe an den Verheissungen des Himmels.

     

     

    ER lebt

    Zum 400. Mal Wandern

    Richard Stern unterwegs mit zwei Hilfswerken

    Armut hat ein Gesicht. Pfr. Richard Stern berichtet aus Indonesien. Es ist das Gesicht von tausenden von Kindern, die mitten im Abfall leben. Sie wachsen in einfachen Verhältnissen auf, essen meist Reis. Wie Erlan z.B., der erlebte, wie seine Eltern ihre letzte Reisportion an ihn und seine vier Geschwister verteilten. Abfall, v.a. Plastik, umgab mich überall, wo ich in Sumba unterwegs war. Wasser existiert genug – man findet viele Reisfelder. Mit dem Wasser gibt es auch alle dazugehörenden Krankheiten wie Cholera und Malaria. Es gibt kaum Arbeit auf dieser Insel, die ¼ der Grösse der Schweiz hat und ca. 600 000 Einwohner. Trotz der allgegenwärtigen Armut boten uns die Bewohner alles an, was sie hatten: Kokosnüsse holten sie für uns von den Bäumen und beschenkten uns mit eigens gewebtem Schal. Es herrschte viel Fröhlichkeit und Zufriedenheit unter den Kindern und es fanden berührende Treffen zwischen Paten und ihren für Ausbildung und Ernährung unterstützten Patenkindern statt. Ein Weg, der die Welt verändern kann. Wie die Welt Erlans, der Ingenieur wurde und sich heute lieber an Kinder verschenkt, die über Compassion unterstützt werden.

    Compassion Schweiz arbeitet in 25 Ländern des globalen Südens mit lokalen Kirchgemeinden mit dem Ziel, Kinder aus extremer Armut zu befreien. (www.compassion.ch)

    Ebenfalls dabei war Richard Stern beim «Muskathlon»:

    http://www.sonntag.ch/tv-programm/laufen-fuer-gerechtigkeit/

     

     

    Dankesfest

    «Halleluja! Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich» (Psalm 106,1). Es ist bekannt, dass Dankbarkeit ein Schlüssel zum Glücklichsein ist. Dass diese Dankbarkeit nicht nur die Dankenden selbst, sondern auch die Menschen in ihrem Umfeld glücklich macht, durfte ich mit vielen anderen freiwilligen Mitarbeitenden der Kirchgemeinde am Dankesanlass anfangs September ganz konkret erfahren. Das Glück bestand an diesem Abend aus einem herrlichen Menu in guter Gemeinschaft, einer jazzigen Gospel-Verwöhnkur für die Ohren von Sandy Patton und Martin Jufer sowie einem leckeren Dessert-Buffet. Das Glück der Wertschätzung für unser Engagement, die uns durch Mitarbeiterteam und Kirchgemeinderat entgegengebracht wurde, wie auch die Freude darüber, hier ein Zuhause gefunden zu haben, überdauern das Festessen bei Weitem. So bleibt mir nur zu danken fürs Danken, Gott sei Dank!

    Sibylle Lüthi, Reporterteam

    Velosonntag

    Kürzlich am Sonntagmorgen: Auffallend viele Velos stehen da und dort ums kirchliche Zentrum – längst nicht alle hätten im Veloständer Platz gefunden. Wer denn mit dem Auto, dem Velo, den Rollschuhen und wer zu Fuss zur Kirche gekommen sei, begrüsst die Pfarrerin die Gottesdienstbesucher mit einer doch etwas ungewohnten Frage. Ebenso ungewohnt das Outfit von drei mit Velohelm und -handschuhen, Leuchtweste und -bändeln «verkleideten» Gestalten, die vor der versammelten Gemeinde verkünden: «Heute ist Velosonntag!» Was war da los an jenem Sonntagmorgen? Eigentlich ein klassischer Gottesdienst – wenn nicht die tat(w)ort-Gruppe, die sich unter anderem für mehr Nachhaltigkeit einsetzt, den Velosonntag ausgerufen hätte. Der Aufruf kam an: Rund 30 Personen, reformierte und katholische, brachen nach dem Gottesdienst und einem stärkenden Apéro bei bestem Wetter zu einer gemeinsamen Velotour auf – und erlebten, wie genussvoll und gemeinschaftsfördernd umweltbewusste Mobilität sein kann.

    Daniela Baumann, Reporterteam

    Ausflug 60plus zur Kirche Amsoldingen

    KIWO 2017

    «Meine liebste KIWO-Erinnerung ist von 2009, als es am Freitagnachmittag warm geregnet hat und wir eine riesige Wasserschlacht veranstaltet haben.» «2009? Da war ich gerade mal dreijährig!» So klang es beim Mittagessen der Leiter während der letzten Sommerferienwoche. Die KIWO feierte dieses Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum mit Luftballons, den beliebtesten Liedern und vielen Gesprächen über all die vergangenen, schönen Erlebnisse auf den Pausenplätzen in Ittigen seit 2008. Zehn Jahre KIWO: Das sind zehn Jahre tolle Workshops von Basteln bis Fussball, zehn Jahre spannendes Bühnenprogramm, zehn Jahre Mitarbeit von Teenagern und zehn Jahre Spass auf allen Seiten. Auch dieses Jahr hatten wir feuchtfröhlichen Spass, der uns in Erinnerung bleiben wird, denn trotz Regen kamen jeden Tag über 100 Kinder, die begeistert ihren Slime anrührten, Tennis spielten, Filme drehten und sich alle einig waren: «KIWO, das gehört einfach dazu.» Hoffentlich auch die nächsten zehn Jahre.

    Layla Koch, Studentin

    MuKi-Träff

    Bevor wir 2011 nach Ittigen gezogen sind, habe ich mich auf dem Internet informiert, welche Angebote es hier für Kinder gibt. So bin ich auf den MuKi-Träff gestossen. Gleich nach dem Umzug bin ich mit meinen damals 4- und 1-jährigen Söhnen am Donnerstagmorgen ins Kirchgemeindehaus spaziert. Dank dem MuKi-Träff konnte ich am neuen Wohnort erste Kontakte zu anderen Familien knüpfen. Nun, nach sieben Jahren, besuche ich das letzte MuKi-Jahr, bevor mein jüngster Sohn im Sommer in den Kindergarten kommen wird. In all den Jahren hat sich die Zusammensetzung, die Grösse und auch die Lautstärke der Gruppe immer wieder verändert. Alle, die neu dazustossen, werden herzlich empfangen, egal ob Mütter, Väter oder Grosseltern und ungeachtet von Herkunft und Beruf und den Ansichten über Gott und die Welt. Der klare Ablauf des abwechslungsreichen Programms - mit Singen, Basteln, Spielen, Znüni essen, Kaffee trinken und vielem Plaudern - macht es auch den Kindern einfach, sich wohlzufühlen.

    Christine Schönholzer

    Kunst- und Kulturreise Florenz

    Wer mit Daniel Aeschlimann nach Florenz reisen darf, kommt verzaubert zurück. Statt uns mit der unglaublichen Vielfalt an Kunstwerken, Bauten, Skulpturen, Kreuzgängen oder Bildern zu erschlagen, vermittelte er uns eine grosse Dankbarkeit und Ehrfurcht allen vorhandenen Schätzen, ihren Erschaffern und Bewahrern gegenüber.

    In Santa Croce (Gothik) begegneten wir Franz von Assisi und machten den Sprung in den schlichten Renaissancebau der Pazzi Kapelle mit einer verblüffenden Akustik, wo wir „Dona Nobis“ sangen und ergriffen dem langanhaltenden Echo lauschten.

    Der Besuch der Academia mit Michelangelos weltberühmtem David: Was für ein Talent brachte es fertig, einen gewöhnlichen Stein zum Leben zu erwecken, ein Gesicht zu erschaffen, das alle uns möglichen Gefühle widerspiegelt? Durch die Paradiestüren des Baptisteriums traten wir unter das goldene Mosaik der Kuppel: Die ganze Bibel bildlich dargestellt in winzigen, zusammengefügten Steinchen, gestaltet von Frangelico (Maler und Lehrer von Michelangelo), der in zarten Farben und mit viel Symbolik beeindruckt.

    Der letzte Nachmittag führte uns auf ein Weingut in die Toscana. Diese herrliche Landschaft mit blühenden Bäumen war wie Wasser auf unsere steinernen Erlebnisse. Alle genossen den gemeinsamen Abend bei Antipasti, Pasta, Dolce und Vino.

    Zum Abschluss besuchten wir noch das Dom-Museum: „Der Saal der Kinder“ stand unter dem Titel „Laudate Dominum“. Hier erwachte in vielen Reliefs der kalte, weisse Marmor in den Gesichtern von Gruppen von Kindern zum Leben, zum Tanzen, Musizieren und zum Singen. Ergriffen standen wir diesen so lebendig gestalteten Kunstwerken gegenüber und stimmten ein in den 150. Psalm, der den Saal füllte: „Praise the Lord! Lobt Gott mit Singen, Tanzen und Instrumenten für all seine Grösse und Güte.“

    Lotti Zurbuchen und Jacqueline Demierre

    La Paz, Bolivien

    ...den Ort, an dem ich von Anfang an nicht mit Misstrauen, sondern mit unvoreingenommener Gastfreundschaft begrüsst wurde. Wo ich eine so enge Gemeinschaft mit meinen Mitarbeitern erleben durfte, wie ich dies zuvor nicht gekannt hatte. Wo ich Grosszügigkeit erfahren habe, von Menschen, die selbst nicht viel haben. Wo ich Gottes Liebe und Güte tagtäglich durch Taten meiner Mitmenschen erlebt habe. Wo auf tiefe Beziehungen grösserer Wert gelegt wird als auf erbrachte Leistungen. Wo ich in meiner Jugendgruppe zahlreichen jungen Erwachsenen begegnen durfte, die spürbar vom Evangelium begeistert sind. Wo Gott mich zu einer veränderten Sichtweise herausgefordert hat. Den Ort, an den ich als Fremde hinging, darf ich nun mein zweites Zuhause nennen: La Paz, Bolivien, wo ich nach einem Jahr Zusammenleben viele Menschen zu meiner Familie und meinen Freunden zähle.

    Tabea Zurbuchen, 20, Stellvertreterin von Mirjam Allenbach im Bereich Kinder- und Familienarbeit während deren Mutterschaftsurlaub.

    PraiseCamp

    Interview von Marcel Moser mit Jasmin Zaugg (20)

    Du warst über Silvester zusammen mit über 30 Jungen aus unserer Gemeinde am PraiseCamp. Dein Highlight der Woche? Die Zeiten nach den Predigten, wo sich Hunderte vorne vor das Kreuz knieten, um ganze Sache mit Gott zu machen.

    Was konntest du bewusst in deinen Alltag mitnehmen? Ermutigung durch das Wirken des Heiligen Geistes, Faszination und Motivation fürs Bibellesen und ein viel grösseres Vertrauen zu Jesus. Gott ist kein Hobby, es geht um alles oder nichts, und so möchte ich auch leben.

    Was möchtest du Leuten sagen, die das PraiseCamp leider nicht live miterleben konnten? Lass dich von und für Gott begeistern! Er hat uns die Bibel nicht zum Spass gegeben, wir sollen sie lesen, darüber nachdenken und Sein Wort in unseren alltäglichen Kämpfen als Waffe einsetzen. Gib Jesus die erste Priorität und genügend Zeit in deinem Leben, die Beziehung zu Ihm ist das Kostbarste, was wir Menschen haben können.

    Adventsfeier 60plus 2016

    DankBar

    «Danken schützt vor Wanken, Loben zieht nach oben.» Zwei Wochen lang haben junge Menschen aus dem Faith in einem WhatsAppChat gepostet, wofür sie Gott dankbar sind. Ein kleiner Einblick in die über 500 gesammelten Einträge:

    «Merci für di wunderbari Klass, Merci Gott das mir ir Schwiiz dörfe läbe, Danke Jesus für dä mega cool Aabe, Merci dases nid schiffet, Merci dass du grad itze bi mir bisch, Merci fürs feine Zmittag i gueter Gmeinschaft, Merci darfi sone cooli Usbildig mache, Merci füehle sich 3h bim Mami wi 3 Täg Wellness ah, Merci dass du Gott mir vergisch, Merci bini gsund und cha mit dir dä Tag starte, Danke Herr fürs Verständnis vo mim Chef, Merci für di zwöi super Mönsche woni ha dörfe kennelere, Danke für die ungloublech schöni Wiehnachtsstimmig hüt Aabe, Merci hani di bim Wösch ufhänke so dörfe erläbe, Merci für das Gfüu vor Fröid… MERCI dass es dich gibt!»

    Gemeindeferienwoche in Moscia/Ascona

    Manche Teilnehmer sind 50 cm grösser als noch Moscia 2010. Oft hatten wir uns danach gesehnt, sei es wegen des Essens, der Lage oder der Stimmung. Drei vollwertige Mahlzeiten am Tag. Die Aussicht aus dem Andachtszimmer, die auf Postkarten erhältlich ist. Die Gemeinschaft, bei der allerhand Gespräche stattfanden. Alle Erwartungen wurden übertroffen: Es entstanden wunderschöne Momente, wie die abendlichen Treffen von uns Jugendlichen. Mit einer Extraschicht Kleidung lagen wir bis spät am Ufer des Lago Maggiores, haben die Sterne beobachtet (zwei Sternschnuppen waren auch dabei), leise Musik gehört, um die Nachtruhe nicht zu stören, und sind regelmässig dabei eingenickt. Einen Abend haben wir tatsächlich draussen geschlafen. Dabei mussten wir alle so eng liegen, dass jede Umdrehung alle geweckt hat, sonst wäre die äusserste Person (ich) in den See geplumpst. Zum Glück ist das nicht passiert. Zum Glück waren wir aber alle dabei bei Moscia 2016.   Layla Koch, 19, Studentin

    ER warten

    ER fragt

    Andreas Steingruber, Vikar

    In einer evang.-ref. Kirchgemeinde getauft; Teil einer landeskirchlichen Gemeinschaft; sowohl katholische wie auch reformierte Theologie in Fribourg und Bern studiert; inspiriert von orthodoxen Geschwistern, die aus den Quellen der frühen Kirche schöpfen, und fasziniert von der Erneuerungsbewegung der Anglikanischen Kirche – ungefähr so würde ich meinen Bezug zur Kirche beschreiben. Ich wuchs in Jegenstorf auf und absolvierte ursprünglich eine Banklehre; anschliessend studierte ich drei Semester Betriebswirtschaft und engagierte mich in verschiedenen Jugendprojekten. Während dieser Zeit wuchs meine Freude an der Theologie, was mich letztendlich dazu bewegte, eine berufliche Umorientierung in die Wege zu leiten. Zusammen mit Sara und unseren Töchtern Anna (3) und Lisa (1) lebe ich in Biel. Nun stehe ich am Beginn meines Vikariats und freue mich, mit der Begleitung von Richard Stern das Pfarramt und damit verbunden die Kirchgemeinde Ittigen kennenzulernen.

    Roger Sutter, 39, Missionar/Theologe, Port Vila, Vanuatu

    verheiratet mit Cindy, Kinder Leilani (7), Mataio (3) und Manoah (2)

    Was verbindet dich mit der Kirchgemeinde in Ittigen? Ittigen ist mein Heimatort, ich bin hier geboren und aufgewachsen. Ich wurde in der Kirche Ittigen getauft und konfirmiert und habe als Helfer in einem Konflager in Vercorin zum Glauben gefunden. Ich habe während Jahren in der Jugendarbeit mitgearbeitet und bin seit 2002 als Missionar bei Jugend mit einer Mission (JmeM) von der Kirchgemeinde Ittigen getragen.

    Was ist deiner Meinung nach die wichtigste Aufgabe der Kirche? Das Verkünden des Evangeliums, das aktive Bauen des Reichs Gottes, sowie das Unterrichten und Unterstützen der Glaubensgemeinde.

    Was ist deine Aufgabe innerhalb dieser Kirche? Missionar mit JmeM im Inselstaat Vanuatu.

    Dein Wunsch an die Kirche in Ittigen? Ich wünsche mir irgendwann in der näheren Zukunft eine organisierte Reise der Kirche nach Vanuatu, um der Gemeinde einen direkten Einblick in unser Leben und unsere Arbeit als Missionare zu ermöglichen. Ich wünsche mir, dass möglichst viele Mitglieder der Gemeinde auch individuell die Möglichkeit haben, uns und unsere Arbeit zu besuchen.

    Jael Kunz, 26, Hebamme, Zollikofen

    Warum bist Du heute in den Gottesdienst gekommen? Weil ich das, was die Welt sagt, ausschalten möchte und hören möchte, was Gott sagt. Der Gottesdienst unterstützt mich darin.

    Was ist in Deinen Augen die Aufgabe der Kirche? Die Menschen zu unterrichten, zu ermutigen und hinauszuschicken.

    Siehst Du für Dich eine Aufgabe innerhalb dieser Kirche? Ich koordiniere den Kirchenkaffee und bringe damit Menschen über die Generationen hinweg zusammen. Ich singe auch und mache in entsprechenden kleineren Projekten mit; ausserdem kann ich mich im Hauskreis einbringen.

    Deine Wünsche an die Kirche Ittigen? Weiterhin den Fokus darauf zu richten, dass Gott uns ausrüstet und sendet.

    Aufgezeichnet im April 2016.  

    Viktor Grab, 46, Projektleiter Maschinenindustrie, Münchenbuchsee

    Warum bist Du heute in den Gottesdienst gekommen? Um in der Gemeinschaft zu beten und mich von der Predigt inspirieren zu lassen. Dies tut mir gut und gibt mir Kraft.

    Warum besuchst du in Ittigen den Gottesdienst und nicht in Münchenbuchsee? Ich kenne hier einige Leute. Früher war ich in verschiedenen Freikirchen, und es hat mich wieder zurück in die Landeskirche gezogen. Ein grosser Beweggrund oder vielleicht der Hauptgrund sind die Predigten.

    Was ist in deinen Augen die Aufgabe der Kirche? Ein Teil der Gemeinschaft von Christen zu sein; eine Organisation, die hilft, Leuten die Nähe zu Gott zu vermitteln, Beziehung zu schaffen.

    Siehst Du für Dich eine Aufgabe innerhalb dieser Kirche? Ich bin zurzeit (noch) Besucher, muss mich erst mal ein bisschen zurechtfinden. Ich denke aber schon, dass ich meinen Platz finden werde. Ich habe mich bereits in der Flüchtlingshilfe ein wenig engagiert.

    Deine Wünsche an die Kirche Ittigen? Momentan bin ich wunschlos glücklich. Für mich persönlich ist es der Wunsch, innerhalb der Gemeinschaft im Leben mit Jesus zu wachsen, mit der Gemeinschaft einen Weg gehen zu können.

    Aufgezeichnet im April 2016.

    Hansruedi Lehmann, 70, Ittigen

    Kirchgemeinderat, Ressort Personelles, bis 31.12.2016.

    Warum bist du heute in den Gottesdienst gekommen? Um Gott zu loben, sein Wort zu hören und für das Gebet. Dazu ist mir die Gemeinschaft mit andern wichtig, die auch auf der Suche nach den grossen Fragen des Lebens sind.

    Was hat dir die Kirche in den vergangenen Jahren gegeben? Die Kirche hat mir geholfen, meinen Kompass, im Leben mit den Mitmenschen, immer wieder zu justieren und auf die Lehre von Jesus auszurichten. Meine Tätigkeit als Kirchgemeinderat hat mir zudem interessante Aufgaben, ein breites Beziehungsnetz und Kontakt auch zu jungen, engagierten Leuten gebracht.

    Was ist in deinen Augen die Aufgabe der Kirche? Sie soll ein verbindendes Element über den Alltag hinaus sein. Sie muss die Botschaft der Bibel verkünden, erklären und mit ihren Aktivitäten auch vorleben.

    Was soll bleiben von deinem langen verdienstvollen Engagement in dieser Kirche? Ich habe mich sehr für die Gründung des Förderkreises eingesetzt. Ich bin überzeugt, dass er eine wichtige Grundlage für die Zukunft unserer Kirchgemeinde ist. Er bietet die Plattform, um die Kirchgemeinde nicht nur finanziell, sondern auch inhaltlich und in der Gemeinschaft weiter zu bringen.

    Deine Wünsche an die Kirche Ittigen? Antwort geben auf Fragen und Probleme, die die Leute heute beschäftigen. Die Botschaft der Bibel auf die heutige Zeit übertragen. Aufzeigen, dass die Lehre des Christentums nicht nur eine 2000 Jahre alte Geschichte ist, sondern auch heute lebt.

    Aufgeschrieben im Dezember 2016

    Mirjam Bregy Engriser, 41, Agronomin, Ittigen

    Warum bist Du heute in den Gottesdienst gekommen? Ich wollte die Gelegenheit kurz vor der Geburt unserer Zwillinge noch nutzen: Vielleicht habe ich in der näheren Zukunft nicht mehr so die Möglichkeit (lacht). Der Gottesdienst gibt mir Stärkung im Alltag.  

    Was ist in deinen Augen die Aufgabe der Kirche? Die Kirche ist ein Ort, wo die Gläubigen zusammenkommen und sich austauschen können, Gemeinschaft feiern und sich gegenseitig stärken.  

    Siehst Du für Dich eine Aufgabe innerhalb dieser Kirche? Momentan engagiere ich mich vor allem in der Kinderarbeit, Kinderhüte, Midi KIZ und MuKi-Träff. Das ist für mich auch Kirche: Einander beistehen.  

    Deine Wünsche an die Kirche Ittigen? Ich fühle mich sehr wohl hier, obwohl ich katholisch bin. Ich wünsche mir, dass es so offen bleibt, dass man sich willkommen fühlt und die Gemeinschaft leben kann. Ich wünsche mir, dass es so weitergeht.

    ER kennen

    Was macht den Sonntag zum Sonntag?

    Ist es das Ausschlafen, die Zeit mit Familie und Freunden, das Ausbrechen aus dem durchgetakteten Alltag? Das wohlverdiente Nichtstun nach einer strengen Arbeitswoche? Oder sind es die Freizeitaktivitäten, für die sonst die Zeit nie reicht? Wenn ich ehrlich bin, sind es zu einem grossen Teil solche Dinge, die mir am Sonntag der – vermeintlichen – Erholung dienen. Doch was wäre, wenn der Sonntag nicht Privatsache ist, sondern ein Geschenk Gottes – verbunden mit der Aufforderung, diesen Tag zu heiligen? Das heisst: gemeinsam für Gott, für uns und für unsere Mitmenschen ein Fest zu feiern, uns miteinander zu freuen, Gott und einander zu begegnen, Ihn anzubeten, Sein Wort zu hören, zusammen zu essen und zu trinken? Was wäre, wenn in einem solchen Gottesdienst die wahre Erholung gründet, die wir in der heutigen deregulierten und individualisierten Zeit mehr denn je nötig haben?* Was macht für Sie den Sonntag zum Sonntag?

    Daniela Baumann, Reporterteam

    *Gedanken aus einem Vortrag des Theologieprofessors Ralph Kunz am 8. März in Ittigen

    ER löst