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    Monatswort

    Erntezeit

    Es wird Herbst, und unser Garten überquillt: Pflaumen, Zwetschgen, Äpfel, bald noch Trauben und Quitten. Wir sind fleissig am Ernten und Verarbeiten – Zeit zum Nachdenken.

    Was für ein erhabener Moment, wenn der selbstgepresste Apfelsaft die Kehle runter rinnt. Nehme ich mir auch sonst im Leben Zeit, meine Früchte zu geniessen? Ist nicht gerade auch die Sonntagsruhe eine geniale Erfindung Gottes, damit wir uns an den Früchten unserer Arbeit, egal welcher Art, erfreuen?

    Wir haben weder genügend Kenntnisse noch Kapazität, jedem Baum gerecht zu werden, und doch dürfen wir in diesem Jahr einen riesigen Erntesegen erleben. Sind wir dankbar für all die Geschenke im Leben, die wir ohne grosses Zutun erhalten?

    Angesichts der Erntefülle denken wir heuer oft «zu viel des Guten kann auch zur Last werden». Wo gilt das auch für unser materialistisch geprägtes Leben in der Schweiz? Wo könnte weniger mehr sein?

    Tobias Weyrich, Kinder- und Familienarbeit