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    Monatswort

    Auf den Kopf gestellt.

    Was sich dieser Jesus alles anmasste, ist einfach unglaublich! Nicht genug, dass er in seinem Wirken immer wieder gegen Naturgesetze verstiess – wenn er beispielsweise auf dem Wasser ging. Nein, er masste sich auch an, jahrhundertealte Grundsätze des menschlichen Zusammenlebens in Frage, ja sogar auf den Kopf zu stellen: «Glücklich schätzen dürfen sich die, die nur noch von Gott etwas erwarten»; wo wir doch so stark und fortschrittlich sind, dass wir niemanden brauchen. «Glücklich zu schätzen sind die, die auf Gewalt verzichten»; wo man doch weiss, dass nur, wer Stärke demonstriert, überlebt. «Freuen dürfen sich alle, die unter dem Heillosen in dieser Welt leiden»; wo doch Leiden das Letzte ist, was wir uns wünschen. Was hat sich Jesus nur dabei gedacht? Vielleicht: «Ihr denkt, ich stelle alles auf den Kopf, aber nein, die Dinge sind auf dem Kopf, ich stelle sie richtig.»

    Tobias Weyrich, Kinder- und Familienarbeit