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    Monatswort

    Wozu braucht es die Kirche?

    Die «erhitzten» Antworten reichen von «für gar nichts mehr» über «als eine Krücke für die Schwachen», «Beschäftigung für Junge und Alte», «Unterstützung des Sozialstaates», «um die frohe Botschaft von Gottes Reich und Jesus zu verkünden», «für mich» bis «um soziale Gerechtigkeit in der Welt herbeizuführen und die Schöpfung zu bewahren.» Für die einen soll die Kirche politisch, für andere unpolitisch sein, für die einen sich vor Ort um die Notleidenden kümmern, für andere in der dritten Welt, für die einen ist der Sozialauftrag alles und wer das Wort «Jesus» in den Mund nimmt, extrem, für andere ist alles andere als die Verkündigung des Wortes Gottes «Beigemüse». Sind wir als «Nachfolger» schlussendlich nicht unserem Gründer verpflichtet? Dieser äusserte sich sehr wohl politisch, liess sich aber von keinem Lager vereinnahmen. Dieser investierte in einzelne Menschen in seinem Umfeld, hatte aber die ganze Welt im Auge. Dieser heilte, gab zu essen, tröstete und predigte aber auch leidenschaftlich. Er begegnete der äusseren und inneren Not des Menschen – ja der ganzen Welt.

    Tobias Weyrich