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    Stellvertretung / Verweserschaft (1)

    Wie geht es nach der Kündigung von Richard Stern nun weiter?

    (Zusammenfassung der Information durch Tibor Szedlàk und Marc Matter im Gottesdienst vom 28. Juli 2019)

    In der nächsten Zeit werden wir in unserer Kirchgemeinde einen „Verweser“ oder eine „Verweserin“ haben. Dieser etwas unangenehm klingende Begriff hat aber nichts mit „verrotten“ oder „verderben“ zu tun, wie man aufgrund eines gleich klingenden Wortes im modernen Deutsch vielleicht denken würde. Das Wort geht auf das althochdeutsche firwesan zurück, welches „vertreten“, „verwalten“ oder „sorgen für“ bedeutet, und wird auch heute noch zur Bezeichnung eines Pfarrstellvertreters oder einer Pfarrstellvertreterin gebraucht. Ein Verweser oder eine Verweserin verwaltet eine frei gewordene Stelle vorübergehend, bis eine ordentlich gewählte neue Pfarrperson eingesetzt wird.

    Richard Stern verlässt unsere Kirchgemeinde per Ende September 2019, was bedeutet, dass ab dem 1. Oktober 2019 etwas Bewegung in unsere Pfarrstellen kommt. Mit einem Verweser oder einer Verweserin, der/die für 15 Monate (bis zum 31. Dezember 2020) bei uns in Ittigen angestellt wird, bleibt genügend Zeit, die neue Pfarrstelle für den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Richard Stern auszuschreiben und zu besetzen, und vor allem können so auch alle Fristen, die uns dabei auferlegt sind, korrekt eingehalten werden.

    Bei jedem Pfarrerwechsel wird vom Kanton neu festgelegt, wie viele Pfarrstellenprozente einer Kirchgemeinde zustehen. Richard Stern hatte eine 100%-Anstellung, aber aufgrund der abnehmenden Zahl von Kirchenmitgliedern stehen uns in Ittigen für seine Nachfolge neu nur noch 80% zu. Wie wird nun dieses Pensum in der nächsten Zukunft in unserer Kirchgemeinde eingesetzt?

    Wir haben das grosse Glück, dass Yvonne und Tibor Szedlàk die Kapazität haben, ihre bisherigen Pensen (70% und 30%) vorübergehend auf 90% für Yvonne und 50% für Tibor aufzustocken. (Für Hanspeter Meier ergibt sich keine Veränderung; er wird weiterhin zu 80% für die Kirchgemeinde Ittigen und 20% für die Heimseelsorge in der Alterssiedlung Talgut arbeiten und hat deshalb keine zeitlichen Kapazitäten für eine Verweserschaft.) Damit bleiben 40 Stellenprozente, die ein Verweser übernehmen wird. Die RefBeJuSo stellt eine Liste mit möglichen Verweserinnen und Verwesern zur Verfügung, anhand welcher nun unsere Pfarrpersonen und der Kirchgemeinderat gemeinsam dabei sind, eine geeignete Person zu finden, die für den gesamten Zeitraum zur Verfügung steht und in einem 40%-Pensum über die kommenden 15 Monate viele anfallende Aufgaben in unserer Kirchgemeinde stellvertretend übernimmt. Es durften schon konstruktive Gespräche mit potentiellen Kandidaten geführt werden und wir sind zuversichtlich, dass wir bald Konkreteres berichten können. Vorgesehen ist, dass der KGR, mit Gottes Hilfe, an der Sitzung vom 22. August den Verweser oder die Verweserin wählen wird.

    In der Zwischenzeit bitten wir um die Unterstützung der Gemeinde im Gebet, dass Gott uns bei der Auswahl führt und leitet.

     

    Im Namen des Kirchgemeinderates

    Marc Matter