Vision: nahe dran.

    Vision: nahe dran.

    Nahe am Pulsschlag der Welt und nahe an den Verheissungen des Himmels.

    ER lebt

    Gemeindeferienwoche 2018 in Moscia, TI

    Mon âme se repose … Mit die­sem Taizé-​Abendlied schlos­sen wir jeden Moscia-​Tag ab. Acht Tage, gefüllt mit wert­vol­len Begeg­nun­gen, ver­gnüg­li­chen Momen­ten am/​im Was­ser und Sin­nie­ren über das Reich Got­tes anhand von nun neu ent­deck­ten Gleich­nis­sen. Bei den mit Köst­lich­kei­ten gefüll­ten Tel­lern und rund um Kaf­fee­ti­sche erga­ben sich offene Gesprä­che, in denen tiefe Fra­gen gestellt, Lebens­weis­hei­ten wei­ter­ge­ge­ben und erör­tert wur­den. An ande­ren Tischen fand man sich zu span­nen­den Spiel­run­den oder setzte den Mor­genin­put krea­tiv in Schrift­bil­der um. Auch der Kör­per wurde gefor­dert beim Wan­dern, Kata­ma­ran fah­ren und Biken, oder ein­fach beim Erklim­men der unzäh­li­gen Trep­pen­stu­fen. Es war eine Fülle von Ange­bo­ten und ein Reich­tum an Licht­bli­cken. Und so fand meine Seele Ruhe unter der rau­schen­den Krone eines Eukalyptus-​Baumes im medi­ter­ra­nen Gar­ten. Ruhe, die trotz der Anfor­de­run­gen und Fra­gen des All­tags wei­ter­strahlt … en paix sur Dieu seul.

    Sibylle Lüthi, Reporterteam

    KUW-Lager 2018

    Alles begann mit einer Schau­fel und auf­ge­kleb­ten Koor­di­na­ten. In klei­nen Grup­pen haben sich die Teil­neh­men­den des KUW-​Lagers mit­tels ver­schie­de­ner Auf­ga­ben bis nach Cham­péry gekämpft. Mal im Ski­an­zug, mal auf einem Pad­del­boot, mal bei einem roman­ti­schen Date. Dort ange­kom­men, ging das Aben­teuer wei­ter: Seil­park, Wald­disco, Night­game, Film schauen, Lager­feuer und fei­nes Essen. In den Work­shops hiess es: Hasen bra­ten in der Wild­nis, in der selbst­ge­bau­ten Sauna ver­wei­len, Quark­mas­ken und Pro­te­ins­hakes mischen, als Schau­spie­ler und Regis­seure mit einem Film in Pro­duk­tion gehen, Farb­bom­ben zum Kunst­werk wer­den las­sen und vie­les mehr. Zum Lager­thema «Login zu Gott» gab es inspi­rie­rende Inputs, per­sön­li­che Klein­grup­pen­zei­ten und wert­volle Begeg­nun­gen. Über all dem möchte ich hier einen Teil­neh­mer zitie­ren: «Gott war die Haupt­at­trak­tion!» Und wäh­rend der Abschieds­schmerz noch drückt, wächst bereits die Vor­freude aufs nächste KUW Lager.

    Michelle Kel­ler, Prak­ti­kan­tin TDS

    Ferien 60plus im Hotel Valaisia Crans-Montana 10.–17. August 2018

    Erst­mals habe ich Ferien mit 60plus genies­sen dür­fen. Über den Col de Pil­lon hat der Car eine gemischte, fröh­li­che Gruppe nach Mon­tana gebracht. Das Wochen­thema «Glück» hat uns beglei­tet. Am Sonn­tag besuch­ten wir eine fran­zö­si­sche Pre­digt in der farbig-​einladenden Kir­che. Aus­flüge auf Cry d’Er und Plaine Morte waren ein­ma­lig. Die­ser Plat­tenglet­scher war die Fahrt in schwin­deln­der Höhe wert. Auch der Aus­flug nach Gri­mentz und zum Lac Moiry beein­druck­ten mich tief. Einen spe­zi­el­len Glücks­mo­ment erlebte ich auf der Suonen-​Wanderung von Tsit­to­ret. Wir wan­der­ten neben dem Was­ser her. Die­ses kam uns ent­ge­gen mit Rau­schen, ab und zu nur mit Mur­meln. Dann plötz­lich über­raschte uns ein Gewit­ter. Was­ser von oben, vom Him­mel, auf das wir Wochen zuvor immer gewar­tet hat­ten. War das nicht ein Geschenk und ein Glück? Nass, aber glück­lich, lan­de­ten wir im «Cave de Colom­bire». Schön war’s!

    Ros­ma­rie Wieland

    Songline Musical «Fründe»

    «Wär Fründe het.» «Phippu, ich brau­che dei­nen Gür­tel!» Mit die­sem Satz bin ich fünf Minu­ten vor Auf­tritts­be­ginn des Musi­cals «Fründe» auf mei­nen guten Freund zuge­stürmt. In der Hand hielt ich mei­nen kaput­ten Gür­tel, der mir beim Ver­such, kurz vor der Vor­füh­rung ein zusätz­li­ches Loch zu ste­chen, kaputt ging. Ohne zu zögern oder nach­zu­fra­gen ent­le­digte sich Phippu sei­nes Gür­tels, hän­digte ihn mir aus und band sich mei­nen defek­ten Gür­tel um die Hüfte. Mit neuem Gür­tel und gut sit­zen­der Hose konnte ich nun die erste Auf­füh­rung von «Fründe» in Angriff neh­men. Drei Mal durf­ten wir unser Musi­cal vor gut gefüll­ten Rän­gen in der Kir­che auf­füh­ren und bis auf ein ver­dreh­tes Knie kurz vor dem drit­ten Durch­gang ver­lief alles eini­ger­mas­sen pan­nen­frei, so dass wir bereits für ein wei­te­res Lager 2019 pla­nen. Ich hoffe fest, dass die rund 60 Kids, die in der ers­ten Ittiger-​songline-​Woche mit­ge­sun­gen, –getanzt und –geschau­spie­lert haben, eben­falls immer wie­der auf Freunde wie Phippu zäh­len können.

    Clau­dio Gagli­ardi, Ver­ant­wort­li­cher Popu­läre Kirchenmusik

    Gebetswoche 24-7

    Inspi­riert von der welt­wei­ten 247 Gebets­be­we­gung und dem Gebets­haus in Augs­burg haben wir in der Refor­mier­ten Kirch­ge­meinde Itti­gen zum ers­ten Mal eine Gebets­wo­che durch­ge­führt. Der Gebets­raum, ein umfunk­tio­nier­ter Unter­richts­raum, stand wäh­rend der gan­zen Kar­wo­che offen. Nie­mals hät­ten wir geglaubt, dass man sich gegen Ende der Woche um die ver­blei­ben­den Stun­den – egal zu wel­cher Tages– oder Nacht­zeit – reis­sen würde. Jeder Ein­zelne durfte ganz per­sön­li­che und ein­drück­li­che Erleb­nisse in die­sem Raum machen und eine Stunde war plötz­lich viel zu kurz. Es wurde alleine, zu zweit und in Grup­pen gebe­tet, gemalt, ange­be­tet und geschwie­gen – Men­schen von Jung bis Alt, vom Exerzitien-​Liebhaber bis zum Worship-​Charismatiker haben alle ihren Platz vor dem Kreuz gefun­den. Ich bin berührt von der Ein­fach­heit des Ange­bo­tes, das uns aber doch mit­ten ins Herz getrof­fen hat. Da haben wir einen Schatz zu ent­de­cken begon­nen – und ich bin gespannt, was dar­aus noch alles ent­ste­hen wird.

    Fran­ziska Gagliardi-​Märki

    Renovare – den Glauben erneuern

    Sechs Kurs­abende, diverse Ein­zel­ge­sprä­che mit Hans­pe­ter Meier und regel­mäs­sige, wenn mög­lich täg­li­che, Schrift­me­di­ta­tio­nen – das ist das «Set­ting» von Reno­vare. Ich durfte in den ver­gan­ge­nen 6 Mona­ten aber viel mehr erle­ben als ein­fach einen gut orga­ni­sier­ten Kurs. Reno­vare war für mich

    - anders: Kon­zen­tra­tion auf eine kleine Text­pas­sage und ein­fach ein­mal schauen, was passiert.

    - her­aus­for­dernd: Immer wie­der die bewusste Ent­schei­dung tref­fen, mir Zeit zu nehmen.

    - ent­span­nend: Ich muss nichts leis­ten, son­dern darf mich ein­fach beschen­ken lassen.

    - anstren­gend: Die Stille/​Meditation muss trai­niert wer­den. Trai­ning hat mit Repe­ti­tion und Anstren­gung zu tun.

    - über­ra­schend: Gott erle­ben in der Stille, hor­chen, was er mir sagen will, mich von ihm über­ra­schen lassen.

    - berei­chernd: Ich habe neue Erfah­run­gen gemacht, die ich mit­nehme, und darf mei­nen Glau­bens­weg reich geseg­net weitergehen.

    Regula Hohl-​Gehri

    MuKi-Träff

    Bevor wir 2011 nach Itti­gen gezo­gen sind, habe ich mich auf dem Inter­net infor­miert, wel­che Ange­bote es hier für Kin­der gibt. So bin ich auf den MuKi-​Träff gestos­sen. Gleich nach dem Umzug bin ich mit mei­nen damals 4– und 1-​jährigen Söh­nen am Don­ners­tag­mor­gen ins Kirch­ge­mein­de­haus spa­ziert. Dank dem MuKi-​Träff konnte ich am neuen Wohn­ort erste Kon­takte zu ande­ren Fami­lien knüp­fen. Nun, nach sie­ben Jah­ren, besu­che ich das letzte MuKi-​Jahr, bevor mein jüngs­ter Sohn im Som­mer in den Kin­der­gar­ten kom­men wird. In all den Jah­ren hat sich die Zusam­men­set­zung, die Grösse und auch die Laut­stärke der Gruppe immer wie­der ver­än­dert. Alle, die neu dazu­stos­sen, wer­den herz­lich emp­fan­gen, egal ob Müt­ter, Väter oder Gross­el­tern und unge­ach­tet von Her­kunft und Beruf und den Ansich­ten über Gott und die Welt. Der klare Ablauf des abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramms — mit Sin­gen, Bas­teln, Spie­len, Znüni essen, Kaf­fee trin­ken und vie­lem Plau­dern — macht es auch den Kin­dern ein­fach, sich wohlzufühlen.

    Chris­tine Schönholzer

    Kunst- und Kulturreise Florenz

    Wer mit Daniel Aeschli­mann nach Flo­renz rei­sen darf, kommt ver­zau­bert zurück. Statt uns mit der unglaub­li­chen Viel­falt an Kunst­wer­ken, Bau­ten, Skulp­tu­ren, Kreuz­gän­gen oder Bil­dern zu erschla­gen, ver­mit­telte er uns eine grosse Dank­bar­keit und Ehr­furcht allen vor­han­de­nen Schät­zen, ihren Erschaf­fern und Bewah­rern gegenüber.

    In Santa Croce (Gothik) begeg­ne­ten wir Franz von Assisi und mach­ten den Sprung in den schlich­ten Renais­sance­bau der Pazzi Kapelle mit einer ver­blüf­fen­den Akus­tik, wo wir „Dona Nobis“ san­gen und ergrif­fen dem lang­an­hal­ten­den Echo lauschten.

    Der Besuch der Aca­de­mia mit Miche­lan­ge­los welt­be­rühm­tem David: Was für ein Talent brachte es fer­tig, einen gewöhn­li­chen Stein zum Leben zu erwe­cken, ein Gesicht zu erschaf­fen, das alle uns mög­li­chen Gefühle wider­spie­gelt? Durch die Para­die­stü­ren des Bap­tis­te­ri­ums tra­ten wir unter das gol­dene Mosaik der Kup­pel: Die ganze Bibel bild­lich dar­ge­stellt in win­zi­gen, zusam­men­ge­füg­ten Stein­chen, gestal­tet von Fran­ge­lico (Maler und Leh­rer von Miche­lan­gelo), der in zar­ten Far­ben und mit viel Sym­bo­lik beeindruckt.

    Der letzte Nach­mit­tag führte uns auf ein Wein­gut in die Toscana. Diese herr­li­che Land­schaft mit blü­hen­den Bäu­men war wie Was­ser auf unsere stei­ner­nen Erleb­nisse. Alle genos­sen den gemein­sa­men Abend bei Anti­pasti, Pasta, Dolce und Vino.

    Zum Abschluss besuch­ten wir noch das Dom-​Museum: „Der Saal der Kin­der“ stand unter dem Titel „Lau­date Domi­num“. Hier erwachte in vie­len Reli­efs der kalte, weisse Mar­mor in den Gesich­tern von Grup­pen von Kin­dern zum Leben, zum Tan­zen, Musi­zie­ren und zum Sin­gen. Ergrif­fen stan­den wir die­sen so leben­dig gestal­te­ten Kunst­wer­ken gegen­über und stimm­ten ein in den 150. Psalm, der den Saal füllte: „Praise the Lord! Lobt Gott mit Sin­gen, Tan­zen und Instru­men­ten für all seine Grösse und Güte.“

    Lotti Zur­bu­chen und Jac­que­line Demierre

    ER warten

    ER fragt

    Corinne Kurz, Vikarin

    Lénc se me? So begrüsst man sich in Tous­siana, dem west­afri­ka­ni­schen Dorf, in dem ich als Mis­sio­nars­kind auf­ge­wach­sen bin. Nach dem Abschluss des Gym­na­si­ums und einem Zwi­schen­jahr in Kanada absol­vierte ich ein Mit­ar­bei­ter­jahr in einer Jün­ger­schafts­schule im Her­zen der Lan­des­kirch­li­chen Gemein­schaft Jahu in Biel, wo ich auch mei­nen Ehe­mann Michel ken­nen gelernt habe. In die­ser Zeit wuchs meine Lei­den­schaft für die per­sön­li­che Nach­folge Jesu und für reflek­tierte Theo­lo­gie. So stu­dierte ich, von öku­me­ni­schen Anlie­gen getrie­ben, je drei Jahre lang katho­li­sche und refor­mierte Theo­lo­gie in Fri­bourg und Bern. In die­ser Zeit inspi­rier­ten mich neben dem Stu­dium immer wie­der alte und neue Bücher, anre­gende Dis­kus­sio­nen und natür­lich per­sön­li­che Zei­ten mit Gott, sei es im All­tag oder im Klos­ter. Nun stehe ich am Beginn mei­nes Vika­ri­ats und freue mich, unter der Beglei­tung von Yvonne Szedlàk-​Michel das Pfarr­amt und die Kirch­ge­meinde Itti­gen kennenzulernen.

    Christian Moser, 50, Muri, Geschäftsführer

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Wir kom­men nach Mög­lich­keit regel­mäs­sig als ganze Fami­lie in den Gottesdienst.

    Ihr wohnt in Muri und geht in Itti­gen zur Kir­che. Warum? Wir sind schon seit Stu­di­en­zei­ten in der Kirch­ge­meinde Itti­gen zuhause und auch unsere Kin­der sind sehr gerne hier.

    Was ist in Dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Es ist der Ort, wo wir Gott gemein­sam begeg­nen und auch unser Leben teilen.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Momen­tan ist es mir auf­grund mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit nicht mög­lich, mich aktiv ein­zu­brin­gen. Aber ich habe kein schlech­tes Gewis­sen, weil sich meine Frau Eli­sa­beth im Bereich Thea­ter und Kin­der­hüte engagiert.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Gute Pre­dig­ten!

    Auf­ge­zeich­net im Januar 2018.

    Doris Eisenegger, 52, Bolligen, Berufsschullehrerin gibb

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Die­ser Break am Sonn­tag tut mir extrem gut: Mich auf etwas ande­res zu fokus­sie­ren, mich auf den Schöp­fer zu kon­zen­trie­ren, gibt mir viel Kraft und hilft mir dabei, im All­tag Rele­van­tes und Irre­le­van­tes von­ein­an­der zu tren­nen. Ich gehe mit mehr Gelas­sen­heit und Dank­bar­keit in die neue Woche.

    Du wohnst in Bol­li­gen und gehst in Itti­gen zur Kir­che. Warum? Ich komme schon seit fast 20 Jah­ren in diese Kir­che. Schon damals wohnte ich in Bol­li­gen, war aber noch in kei­ner Kirch­ge­meinde aktiv. Meine dama­lige Nach­ba­rin hatte mich ange­fragt, ob ich beim MuKi-​Träff mit­ma­chen würde. Auch nach die­ser schö­nen MuKi-​Zeit bin ich immer gerne in Itti­gen zur Kir­che gegan­gen. Meine Kin­der sind in die­ser Kir­che gross geworden.

    Was ist in dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Eine Auf­gabe ist sicher, das Wort Got­tes, die Bibel, so wei­ter­zu­ge­ben, dass die Men­schen es ver­ste­hen. Es braucht nicht viel Tam-​Tam – auch wenn das ab und zu ganz schön ist – das Wich­tigste für mich ist, dass das Wort Got­tes mein Herz und das Herz der ande­ren berührt und verändert.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Ich habe wäh­rend 10 oder 12 Jah­ren mit­ge­hol­fen, den MuKi-​Träff auf­zu­bauen und zu lei­ten. Wenn ich heute neben mei­nem Job noch genug Kapa­zi­tät habe, enga­giere ich mich in klei­ne­ren Pro­jek­ten. Aber auch infor­mell; wenn bei­spiels­weise Leute in Not sind, spre­che ich mit ihnen, ver­su­che, für sie mit einem offe­nen Ohr da zu sein. Man kann auch im Klei­nen wirken.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Dass sie mit der Zeit geht, beweg­lich bleibt. Damit meine ich, dass sie The­men aus dem All­tag der Men­schen immer wie­der auf­greift und mit dem Wort Got­tes in Ver­bin­dung bringt. Dass sie eine grosse, leben­dige Gemeinde sein kann, in der es Platz für alle hat. Die Kir­che: ein Mut– und Kraf­t­ort mit einem Kraft­wort für die heu­tige Zeit. Ich bin dank­bar, dass ich mich in die­ser Gemeinde wohl und auch getra­gen füh­len kann.

    Auf­ge­zeich­net im Januar 2018.

    Roger Sutter, 39, Missionar/Theologe, Port Vila, Vanuatu

    ver­hei­ra­tet mit Cindy, Kin­der Lei­lani (7), Mataio (3) und Manoah (2)

    Was ver­bin­det dich mit der Kirch­ge­meinde in Itti­gen? Itti­gen ist mein Hei­mat­ort, ich bin hier gebo­ren und auf­ge­wach­sen. Ich wurde in der Kir­che Itti­gen getauft und kon­fir­miert und habe als Hel­fer in einem Kon­fla­ger in Ver­co­rin zum Glau­ben gefun­den. Ich habe wäh­rend Jah­ren in der Jugend­ar­beit mit­ge­ar­bei­tet und bin seit 2002 als Mis­sio­nar bei Jugend mit einer Mis­sion (JmeM) von der Kirch­ge­meinde Itti­gen getragen.

    Was ist dei­ner Mei­nung nach die wich­tigste Auf­gabe der Kir­che? Das Ver­kün­den des Evan­ge­li­ums, das aktive Bauen des Reichs Got­tes, sowie das Unter­rich­ten und Unter­stüt­zen der Glaubensgemeinde.

    Was ist deine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Mis­sio­nar mit JmeM im Insel­staat Vanuatu.

    Dein Wunsch an die Kir­che in Itti­gen? Ich wün­sche mir irgend­wann in der nähe­ren Zukunft eine orga­ni­sierte Reise der Kir­che nach Vanuatu, um der Gemeinde einen direk­ten Ein­blick in unser Leben und unsere Arbeit als Mis­sio­nare zu ermög­li­chen. Ich wün­sche mir, dass mög­lichst viele Mit­glie­der der Gemeinde auch indi­vi­du­ell die Mög­lich­keit haben, uns und unsere Arbeit zu besuchen.

    Jael Kunz, 26, Hebamme, Zollikofen

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Weil ich das, was die Welt sagt, aus­schal­ten möchte und hören möchte, was Gott sagt. Der Got­tes­dienst unter­stützt mich darin.

    Was ist in Dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Die Men­schen zu unter­rich­ten, zu ermu­ti­gen und hinauszuschicken.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Ich koor­di­niere den Kir­chen­kaf­fee und bringe damit Men­schen über die Gene­ra­tio­nen hin­weg zusam­men. Ich singe auch und mache in ent­spre­chen­den klei­ne­ren Pro­jek­ten mit; aus­ser­dem kann ich mich im Haus­kreis einbringen.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Wei­ter­hin den Fokus dar­auf zu rich­ten, dass Gott uns aus­rüs­tet und sendet.

    Auf­ge­zeich­net im April 2016.

    ER kennen

    Was macht den Sonntag zum Sonntag?

    Ist es das Aus­schla­fen, die Zeit mit Fami­lie und Freun­den, das Aus­bre­chen aus dem durch­ge­tak­te­ten All­tag? Das wohl­ver­diente Nichts­tun nach einer stren­gen Arbeits­wo­che? Oder sind es die Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, für die sonst die Zeit nie reicht? Wenn ich ehr­lich bin, sind es zu einem gros­sen Teil sol­che Dinge, die mir am Sonn­tag der – ver­meint­li­chen – Erho­lung die­nen. Doch was wäre, wenn der Sonn­tag nicht Pri­vat­sa­che ist, son­dern ein Geschenk Got­tes – ver­bun­den mit der Auf­for­de­rung, die­sen Tag zu hei­li­gen? Das heisst: gemein­sam für Gott, für uns und für unsere Mit­men­schen ein Fest zu fei­ern, uns mit­ein­an­der zu freuen, Gott und ein­an­der zu begeg­nen, Ihn anzu­be­ten, Sein Wort zu hören, zusam­men zu essen und zu trin­ken? Was wäre, wenn in einem sol­chen Got­tes­dienst die wahre Erho­lung grün­det, die wir in der heu­ti­gen dere­gu­lier­ten und indi­vi­dua­li­sier­ten Zeit mehr denn je nötig haben?* Was macht für Sie den Sonn­tag zum Sonntag?

    Daniela Bau­mann, Reporterteam

    *Gedan­ken aus einem Vor­trag des Theo­lo­gie­pro­fes­sors Ralph Kunz am 8. März in Ittigen

    ER löst