Vision: nahe dran.

    Vision: nahe dran.

    Nahe am Pulsschlag der Welt und nahe an den Verheissungen des Himmels.

    ER lebt

    ... in den Gemeindeferien in Moscia/Ascona:

    die Freude, die mor­gend­li­che Müdig­keit mit einem Schwumm im noch ruhig dalie­gen­den See zu über­win­den. Die Freude, die Spät­som­mer­sonne auf sich schei­nen und den Gewit­ter­re­gen auf sich nie­der­pras­seln zu las­sen. Die Freude, Men­schen zu begeg­nen, gemein­sam Kaf­fee zu trin­ken und über Fra­gen, die das Leben stellt, zu dis­ku­tie­ren. Die Freude, ein Klein­kind in den Armen zu hal­ten, ein schon etwas grös­se­res Kind bei sei­nen Ent­de­ckun­gen zu beob­ach­ten und im Kreis der­je­ni­gen, die eigent­lich keine Kin­der mehr sind, neue Spiele ken­nen­zu­ler­nen und wie­der ein­mal herz­haft «her­um­zu­scher­zen». Es gäbe wahr­lich unzäh­lige Gründe zur Freude zu nen­nen. Nur noch soviel dazu: Freude ist meine Ant­wort auf mein Beschenkt­sein. Beschenkt von einem Gott, der alles geschaf­fen hat, woran ich mich freuen kann. Beschenkt von einem Gott, der mich mit mei­nen Unzu­läng­lich­kei­ten und mei­nem Ver­sa­gen annimmt, weil er in Jesus Chris­tus den Preis dafür bereits bezahlt hat. Daniela Baumann

    Lockdown!

    Wäh­rend mein Mit­stu­dent dau­ernd von bestimmt bal­di­ger Schlies­sung eini­ger Vor­le­sun­gen sprach, lachte ich nur dar­über. Als dann aber genau das und noch mehr ein­traf, lachte ich nicht mehr. Ich bekam grosse Angst vor der Struk­tur­lo­sig­keit, die mich erwar­tete. Wäh­rend mir schon Hor­ror­sze­na­rien im Kopf her­um­schweb­ten von Prü­fun­gen, die ich nicht bestehe, und Aus­gangs­sper­ren, kam mir die­ser Bibel­vers in den Sinn: «Sorgt euch also nicht um mor­gen; denn der mor­gige Tag wird für sich selbst sor­gen. Jeder Tag hat genug eigene Plage» (Mt 6,34). Die­ser Vers hat mich in den letz­ten Wochen beglei­tet. Ich ver­su­che, jeden Tag so zu neh­men, wie er ist und mache das beste dar­aus. Bei der Arbeit schätze ich es, mehr Zeit zu haben für die Vor­be­rei­tung der KIWO, pri­vat habe ich das Gefühl, Freund­schaf­ten wer­den inten­si­ver gepflegt, das Distance-​Learning im Stu­dium funk­tio­niert bes­ser als erwar­tet und die Ent­schleu­ni­gung, die durch das Weg­fal­len vie­ler Akti­vi­tä­ten geschieht, ist spürbar.

    Tahani Assad, Kin­der– und Jugendarbeit

    Aktion Weihnachtspäckli 2019

    End­lich war es soweit: Vom 13. – 16.11.2019 ging es im Kirch­ge­mein­de­haus zu wie in einem Bie­nen­haus! Gemein­sam pack­ten wir für die Aktion Weih­nachts­päckli rund 200 Erwach­se­nen– und 300 Kin­der­pa­kete. Zusam­men mit den pri­va­ten Päckli wur­den 586 Geschenke zum Wei­ter­trans­port zur christ­li­chen Ost­mis­sion nach Worb gelie­fert. Für mich war die Aktion ein per­sön­li­ches High­light! Ich danke allen Betei­lig­ten ganz herz­lich für die tolle Zusam­men­ar­beit, die 1005 Strick­wa­ren und wei­te­ren Gaben! Was mich fas­zi­niert, sind die unter­schied­lichs­ten Men­schen, die mit­ge­macht haben: die sehr fleis­si­gen Stri­cke­rin­nen, die jahr­ein, jahr­aus ihre Strick­na­deln schwin­gen, die behin­der­ten Men­schen, die far­bige Sterne auf die Kar­tons dru­cken, Haus­kreise und die Jung­schar, die beim Ein­pa­cken tat­kräf­tig Hand anleg­ten, Freunde, die uns beim Sam­meln von Plüsch­tie­ren hal­fen, Bro­cken­stu­ben, wel­che uns gross­zü­gig mit Spiel­sa­chen beschenk­ten, Sig­ris­tin­nen, Spen­de­rIn­nen uvm.

    Rahel Röth­lis­ber­ger, Ver­ant­wort­li­che Aktion Weihnachtspäckli

    Meine Praktikumszeit im 60plus

    Nach gros­ser Vor­freude durfte ich ab 7. Okto­ber mein acht­wö­chi­ges Prak­ti­kum bei Roland Bau­mann im 60plus absol­vie­ren. Roland hat mich tief in seine Tätig­keit ein­tau­chen las­sen und mich in mög­lichst viele 60plus-​Angebote inte­griert: Wan­de­run­gen, Spa­zier­gänge, Tanz­nach­mit­tag, Mit­tags­tisch, Mittwoch-​Treff, Andach­ten, Besuchs­dienst, Sit­zun­gen. Er hat mir immer wie­der die Mög­lich­keit gege­ben, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und mich ein­zu­brin­gen, wo es mög­lich und sinn­voll war. Es hat mich sehr beein­druckt, wie viele jün­gere und ältere Senio­ren im 60plus enga­giert sind und als Frei­wil­lige ihre Gaben zu Guns­ten der Gemein­schaft ein­brin­gen. Das ist ein Segen für die Kirch­ge­meinde und vor allem für die älte­ren Mit­glie­der. Ich konnte von die­sem Kurz­prak­ti­kum für meine beruf­li­che Zukunft im Senio­ren­be­reich sehr viel pro­fi­tie­ren. Vie­len Dank Roland, dass du mir diese wert­volle und herz­li­che Erfah­rung hier in Itti­gen ermög­licht hast!

    Daniel Mör­geli, Sozialdiakonie-​Student

    Ittiger Märit

    Ein­mal im Jahr wird das Talgut-​Zentrum Itti­gen zum Amei­sen­hau­fen, und das ist am Itti­ger Märit. Die­ses Jahr darf ich am Stand der Refor­mier­ten Kir­che Car­toons zeich­nen. Ich bin am Mor­gen freu­dig auf­ge­regt, da ich noch nicht weiss, was da auf mich zukommt. Die ers­ten Besu­cher rau­schen vor­bei, man­che schlen­dern, teils neu­gie­rig, teils etwas ängst­lich. Sie sagen: «Iiich, gezeich­net? Lie­ber nicht, denn …» Ich beru­hige sie. «Nein, ich mache keine Kari­ka­tur von Ihnen, ich zeichne einen Witz zu ihrem Wunsch­thema!» «Ach? Egal was? Nun denn, ähm … Fuss­ball!» Einige Erwach­sene wer­den ein­ge­la­den ihr Wunsch­thema zu äus­sern, aber es sind immer wie­der Kin­der, die gebannt auf mein Papier schauen und mit gros­sen Augen mit­ver­fol­gen, was da im Moment ent­steht. «Warum kön­nen Sie das? Und so schnell? Wo lernt man das? Geben Sie Kurse?» Der Tag ver­fliegt, ich nehme das Gewu­sel nicht mehr so wahr, da ich mich auf mein Gegen­über, sein Thema und die zeich­ne­ri­sche Umset­zung kon­zen­triere. Und … voilà! Die Freude, das Stau­nen, das Schmun­zeln und das Lachen über meine Car­toons sind genau die Dinge, die Gott in den Men­schen her­vor­brin­gen wollte, als er mir diese Gabe schenkte. Und ich merke immer wie­der, dass, wenn ich seine Gabe lebe und Freude bereite, auch meine Freude ange­facht wird. Das Leben kann so schön sein und ein Leben mit Gott ist aus-​gezeichnet!

    Ste­phan Bor­nick, ton & gra­fik design, www​.tgd​.ch

    «Orgel inspiriert», Klang des Windes

    Orgel­mu­sik von Domi­nik Hen­nig, was für ein Erleb­nis! Am 14. Juni konn­ten wir das erste von 3 Kon­zer­ten in der dies­jäh­ri­gen «Orgel inspiriert»-Reihe genies­sen. Die Barock­mu­sik war getra­gen von Wer­ken von Bach, aber Domi­nik Hen­nig konnte uns auch weni­ger bekannte Musik von Scheidt, Tun­der, Bux­te­hude und de Gringy mit sei­nem begeis­tern­den Spiel nahe brin­gen. Pfar­rer Tibor Szed­làk hat den Anlass hei­ter beglei­tet und berei­chert. Er über­raschte die Besu­cher z. B. mit Atem­übun­gen; dies zum Stich­wort «Inspi­ra­tion» (Latei­nisch spirare, atmen), wel­ches der Orgel­reihe den Namen ver­lie­hen hat. In der Andacht ver­glich er unsere Welt mit einer rie­si­gen Orgel mit Men­schen als Orgel­pfei­fen – z. B. kleine und grosse Pfei­fen, häu­fig gespielte, unsicht­bare … doch alle sind wich­tig. Den Abschluss machte ein fei­ner Apéro.

    Hans­ruedi Leh­mann, Reporterteam

    Zügnis ar Konfirmation 2019

    Me cha so viu Ver­gli­che mache mit em Füür, zum Bispiu cha me o dr Gloube drmit ver­gli­che: Er isch nid zu jeder Zit glich starch, lüch­tet nid i jedem Moment glich fescht wie im ne andere. Gott wott üs gse lüchte und brönne (im sym­bo­li­sche Sinn). U o wenns mau rägnet git er üs nid uf, er beschützt üs vorem Räge u wott sicher ga, ds mer üses Füür chöi ent­fa­che. Sötts mau chli winde u tur­bu­lent wärde, git er üs Wind­schatte. U faus es doch so wit sött cho, ds d Flamme erlö­sche, zün­det er üs wie­der a und luegt witer­hin zu üs. Und o wenn mer mau Zwifu hei, zeigt er üs immer wie­der, das mir ihm wich­tig si u leit üs immer wie­der nöis Brenn­houz iz Füür, er stercht üse Gloube, sigs dür es Erleb­nis, e Begä­g­nig oder dür öppis anders. Er lahts o nid zue, ds öpper anders üses Füür uslöscht.

    Er het i mir es Füür azün­det und ds cha mer nie­mer näh. Und ds beschte, er cha i jedem hie so es Füür azünde oder neu ent­fa­che, aber me muess es o wöue u zuelah.

    Jael, Konfirmandin

    Ferienwoche 60plus in Ponte Tresa

    Wir ver­brach­ten strah­lend schöne Tage in Ponte Tresa, wo wir im Hotel Tresa Bay bes­tens auf­ge­ho­ben waren. Weil wir neben der Tresa-​Brücke logier­ten, bot uns Roland Bau­mann mit Team an, das Thema «Brü­cke» auf viel­fäl­tige Weise zu erle­ben. Eine Brü­cke ist Ver­bin­dung, Aus­tausch, Ein­la­dung, Neu­an­fang … Eine kleine Zug­brü­cke beglei­tete uns. Schon am zwei­ten Tag spürte man Offen­heit und ein gegen­sei­ti­ges Anteil­neh­men in der gros­sen Gruppe. Men­schen, die zusam­men­ste­hen, kön­nen auch Brü­cken sein. Das Lied «Herr, gib mir Mut zum Brü­cken­bauen» (Kir­chen­ge­sang­buch Nr. 829) beglei­tete uns eben­falls durch die Woche. Auf Spa­zier­gän­gen, Wan­de­run­gen und in luf­ti­ger Höhe lern­ten wir die inter­es­sante Gegend ken­nen. Die Boots­fahrt von Lugano bis Ponte Tresa war ein beson­de­rer Genuss. Krea­tive Mög­lich­kei­ten, gemein­sa­mes Sin­gen und Beten, Geschich­ten hören und fröh­li­che Spiel­abende erfreu­ten uns täg­lich. Gros­sen Dank dem Team für den wert­vol­len Ein­satz und die umsich­tige Betreuung.

    Eli­sa­beth Rytz

    Bibel bunt

    Wäh­rend eini­gen Wochen begeg­net mir immer wie­der der glei­che Bibel­vers «Und er führte mich her­aus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefal­len an mir hatte» (2. Samuel 22,20). Davids Erfah­rung von Got­tes unglaub­li­cher Gross­zü­gig­keit klingt in mei­nem Her­zen als Zusage nach. Aber wie lässt sich diese Weite fas­sen? Sie klingt nach Licht, nach Hoff­nung, nach unbe­schreib­li­chem Reich­tum und einer unbe­greif­li­chen könig­li­chen Treue. Und so mischen sich auf mei­nem Blatt bald die Gold­gelb, Sma­ragd­grün und Royalb­lau zu einem leb­haf­ten Wir­bel. In die­ser Weite gibt es kome­ten­helle Schätze zu ent­de­cken, aber auch dunkle Fle­cken, die sich lang­sam im Schein der Ster­nen­ne­bel auf­lö­sen. Pin­sel­strich um Pin­sel­strich ent­hüllt sich das geheim­nis­volle Ver­spre­chen: Es ist ein Raum so weit wie das Welt­all, eine unvor­stell­bare Fülle und Frei­heit, in die wir gemein­sam mit David ein­tre­ten dürfen.

    Sibylle Lüthi, Reporterteam

    ¹Eine Mög­lich­keit, eigene krea­tive Erfah­run­gen mit Bibel­wor­ten zu machen, bie­ten die Anlässe «Bibel bunt» ab Mai.

    Praise Camp 2018

    Ein Erleb­nis, das ich nie mehr ver­ges­sen werde! Das war meine zweite Teil­nahme am gröss­ten christ­li­chen Jugend­tref­fen der Schweiz und es war über­wäl­ti­gend und unvor­stell­bar! Ich ging mit sehr klei­nen Erwar­tun­gen ins Camp nach Basel, da ich noch für einen Abend nach Bern zurück­musste. Am nächs­ten Mor­gen kehrte ich ins Camp zurück, jedoch völ­lig ver­än­dert: Meine Augen waren offen, ich war bereit, Neues über Gott und die Bibel zu ler­nen. Die Rooms waren eines mei­ner gröss­ten High­lights! Von den neun Rooms hat mir «Mann nach Got­tes Her­zen» am bes­ten gefal­len. Am ein­drück­lichs­ten fand ich die Ple­nen, den gigan­ti­schen Wor­ship mit 6000 Leu­ten und die Pre­dig­ten. Mich per­sön­lich hat die Pre­digt von Mike Pila­va­chi am meis­ten ange­spro­chen. Am letz­ten Tag pas­sierte noch etwas, das nicht so lus­tig war: Eine Per­son ver­letzte sich. Wäh­rend des Abschluss­ple­nums habe ich für diese Per­son gebe­tet, und im Spi­tal erlebte sie kleine Wun­der. Darum sage ich jetzt, dass die­ses Prai­se­Camp ein Erleb­nis war, das ich nie mehr ver­ges­sen werde. Amen und come on!

    Dario Flo­rez, 17

    Renovare – den Glauben erneuern

    Sechs Kurs­abende, diverse Ein­zel­ge­sprä­che mit Hans­pe­ter Meier und regel­mäs­sige, wenn mög­lich täg­li­che, Schrift­me­di­ta­tio­nen – das ist das «Set­ting» von Reno­vare. Ich durfte in den ver­gan­ge­nen 6 Mona­ten aber viel mehr erle­ben als ein­fach einen gut orga­ni­sier­ten Kurs. Reno­vare war für mich

    - anders: Kon­zen­tra­tion auf eine kleine Text­pas­sage und ein­fach ein­mal schauen, was passiert.

    - her­aus­for­dernd: Immer wie­der die bewusste Ent­schei­dung tref­fen, mir Zeit zu nehmen.

    - ent­span­nend: Ich muss nichts leis­ten, son­dern darf mich ein­fach beschen­ken lassen.

    - anstren­gend: Die Stille/​Meditation muss trai­niert wer­den. Trai­ning hat mit Repe­ti­tion und Anstren­gung zu tun.

    - über­ra­schend: Gott erle­ben in der Stille, hor­chen, was er mir sagen will, mich von ihm über­ra­schen lassen.

    - berei­chernd: Ich habe neue Erfah­run­gen gemacht, die ich mit­nehme, und darf mei­nen Glau­bens­weg reich geseg­net weitergehen.

    Regula Hohl-​Gehri

    MuKi-Träff

    Bevor wir 2011 nach Itti­gen gezo­gen sind, habe ich mich auf dem Inter­net infor­miert, wel­che Ange­bote es hier für Kin­der gibt. So bin ich auf den MuKi-​Träff gestos­sen. Gleich nach dem Umzug bin ich mit mei­nen damals 4– und 1-​jährigen Söh­nen am Don­ners­tag­mor­gen ins Kirch­ge­mein­de­haus spa­ziert. Dank dem MuKi-​Träff konnte ich am neuen Wohn­ort erste Kon­takte zu ande­ren Fami­lien knüp­fen. Nun, nach sie­ben Jah­ren, besu­che ich das letzte MuKi-​Jahr, bevor mein jüngs­ter Sohn im Som­mer in den Kin­der­gar­ten kom­men wird. In all den Jah­ren hat sich die Zusam­men­set­zung, die Grösse und auch die Laut­stärke der Gruppe immer wie­der ver­än­dert. Alle, die neu dazu­stos­sen, wer­den herz­lich emp­fan­gen, egal ob Müt­ter, Väter oder Gross­el­tern und unge­ach­tet von Her­kunft und Beruf und den Ansich­ten über Gott und die Welt. Der klare Ablauf des abwechs­lungs­rei­chen Pro­gramms — mit Sin­gen, Bas­teln, Spie­len, Znüni essen, Kaf­fee trin­ken und vie­lem Plau­dern — macht es auch den Kin­dern ein­fach, sich wohlzufühlen.

    Chris­tine Schönholzer

    ER warten

    ER fragt

    Dominique Baumann, an der kommenden Kirchgemeindeversammlung zur Wahl vorgeschlagener Pfarrer

    Mein Name ist Domi­ni­que Bau­mann, ich bin 49 Jahre alt, ver­hei­ra­tet mit Corinna und Vater von Anna Lena. Auf­ge­wach­sen bin ich in Basel und seit 20 Jah­ren tätig als Pfar­rer im Aar­gau. Die letz­ten zwölf Jahre ver­brach­ten wir in Oftrin­gen, in einer leben­di­gen Kirch­ge­meinde. Von Natur aus bin ich eher der sport­li­che und mathe­ma­ti­sche Typ. Gleich­zei­tig habe ich schon als Kind «gewusst», dass Kir­che etwas Leben­di­ges und Ech­tes sein sollte, obwohl mir das nie­mand direkt ver­mit­telte. Als ich spä­ter zum per­sön­li­chen Glau­ben an Jesus Chris­tus kam, wurde mir klar, dass bei­des von ihm aus­geht. Ich liebe es zu erfah­ren, wie andere Men­schen das Leben anpa­cken, beson­ders auf Rei­sen. Als ich ein Jahr lang in Jeru­sa­lem Archäo­lo­gie stu­dierte, traf man mich eher bei den Bedui­nen an, als beim Umdre­hen von Stei­nen … Kir­che sein heisst für mich: Men­schen unter­stüt­zen ein­an­der, ihre Bezie­hung zu Gott zu fin­den und zu leben. Das habe ich in Itti­gen so wahr­ge­nom­men. Ich freue mich auf Sie!

    Mario Liniger, 26, Bern, angehender Gymnasiallehrer

    Warum bist du heute Abend hier in Wor­blau­fen zum Got­tes­dienst gekom­men? Die Got­tes­dienst­zeit am Sonn­tag­abend und die Form der Feier spre­chen mich sehr an: lit­ur­gisch, alt und modern gemischt, starke Pre­digt und gute Musik. Ich fühle mich hier wohl und komme des­halb gerne aus Bern hierher.

    Was ist dei­ner Mei­nung nach die wich­tigste Auf­gabe der Kir­che? Sie soll den Kir­chen­mit­glie­dern die Frohe Bot­schaft mit­ge­ben und zei­gen, wer Jesus und wer Gott ist. Gleich­zei­tig hat sie seel­sor­ger­li­che Auf­ga­ben und kann dasein, wenn man sie braucht.

    Was ist deine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che, damit sie z. B. ihre Auf­gabe erfül­len kann? Ich arbeite als KUW-​Mitarbeiter in der Kirch­ge­meinde Moos­see­dorf. Weil ich sehr gut mit Jun­gen umge­hen kann, nehme ich sol­che Auf­ga­ben bereits wahr und möchte das auch wei­ter­hin tun. Und ich sehe meine Auf­gabe auch darin, dass ich immer wie­der komme und ande­ren Men­schen davon erzähle oder sie auch mal mit­nehme und meine Zuge­hö­rig­keit zur Kir­che immer wie­der zeige.

    Was ist dein Wunsch an die Kir­che Itti­gen oder an ihre Mit­ar­bei­ten­den? Macht wei­ter so!

    (Auf­ge­zeich­net im Februar 2020)

    Rebecca Loosli, 26, Wabern, Primarlehrerin

    Rebecca Loosli arbei­tet als Pri­mar­leh­re­rin, macht am IGW ein CAS und ist gerne draus­sen mit Men­schen unter­wegs. Das Inter­view wurde nach dem Abend­got­tes­dienst in der Casap­pella vom 23. Februar 2020 aufgezeichnet.

    Warum bist du heute Abend zum Got­tes­dienst gekom­men? Ich finde es wert­voll, einen ruhi­gen und besinn­li­chen Start in die Woche zu haben und die ver­gan­gene Woche auch so abschlies­sen zu können.

    Warum kommst du jeweils nach Wor­blau­fen zum Got­tes­dienst? Ich schätze das Schlichte und Besinn­li­che der Got­tes­dienste in Wor­blau­fen sehr und auch den etwas klei­ne­ren Rah­men. Auch der lan­des­kirch­li­che Aspekt ent­spricht mir.

    Was ist dei­ner Mei­nung nach die wich­tigste Auf­gabe der Kir­che? Die Kir­che soll das leben, wozu Jesus uns beauf­tragt hat, so wie er selbst gelebt hat. Aber nicht in einer auf­dring­li­chen Art nach dem Motto «Wir wis­sen es», son­dern so wie Jesus es gelebt hat: men­schen­freund­lich. Sie soll Auf­ga­ben wahr­neh­men, die in unse­rer heu­ti­gen Gesell­schaft wich­tig sind und in die Gesell­schaft hineinwirken.

    Was ist deine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che, damit sie z. B. ihre Auf­gabe erfül­len kann? Das ver­su­che ich zwi­schen­durch immer mal wie­der raus­zu­fin­den (schmun­zelt) … aber in letz­ter Zeit finde ich da immer mehr.

    Was ist dein Wunsch an die Kir­che oder an ihre Mit­ar­bei­ten­den? Es darf noch stär­ker all­tags­be­zo­gen sein, noch mehr Aus­wir­kung in mei­nen All­tag haben. Es soll Ver­än­de­rung in mir und in mei­nem Umfeld schaf­fen. Kir­che soll nicht nur «in der Kir­che» sein.

    Hans «Housi» Jeker, 75, Ittigen

    Warum bist du heute Abend (23. Februar) zum Got­tes­dienst gekom­men? Nach einer etwas auf­re­gen­den Woche hatte ich das Bedürf­nis, mich wie­der ein­mal dar­auf zu besin­nen, was rich­tig und wich­tig ist.

    Warum kommst du jeweils nach Wor­blau­fen zum Got­tes­dienst? Wor­blau­fen gehört zu Itti­gen und ich bin ein alt­ein­ge­ses­se­ner Itti­ger; des­halb ist klar, dass ich hier­her komme. Aus­ser­dem bin ich sehr zufrie­den mit den Pfarrleuten.

    Was ist dei­ner Mei­nung nach die wich­tigste Auf­gabe der Kir­che? Den Men­schen das Wesent­lichste aus der Bibel bei­brin­gen. Aus mei­ner Sicht ist das immer noch «Ich bin die Wahr­heit und das Leben … wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt». Das haben wir auch heute im Got­tes­dienst gehört. Das ist aus mei­ner Sicht das Zen­trale im Christentum.

    Was ist deine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Wir haben bei der 60plus-​Adventsfeier einen klei­nen Lie­der­bei­trag gebracht … ansons­ten habe ich nicht viel beige­tra­gen, aus­ser der Kol­lekte (schmunzelt).

    Was ist dein Wunsch an die Kir­che oder an ihre Mit­ar­bei­ten­den? Ich bin mit der Kirch­ge­meinde Itti­gen sehr zufrie­den. Ich wäre froh, wenn es so blei­ben würde. Die grosse Zahl der Kir­chen­be­su­cher in Itti­gen erstaunt mich. Das finde ich schön. Ich hoffe, das bleibt so und nimmt noch zu.

    Nebiyu Ephrem, 42, Industriesattler und Chauffeur, Ittigen

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Der Hei­lige Geist hat mich hier­her­ge­schickt. Ich bete täg­lich zwei Stun­den, und letzte Woche hat Gott zwei Mal deut­lich zu mir gesagt, dass ich diese Kir­che besu­chen soll. Jesus hat gesagt, dass man nicht nur alleine, son­dern auch mit sei­nen Brü­dern und Schwes­tern beten soll (Mat­thäus 26,3646 und Johan­nes 10,27). Als ich dann heute hier war, hat mein Herz rich­tig geklopft!

    Was ist in Dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Die Kir­che hat die Auf­gabe, das Wort Got­tes zu ver­kün­di­gen und den Men­schen die Augen für das Wir­ken des Hei­li­gen Geis­tes zu öffnen.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Ich möchte gerne meine Kräfte der Kir­che zur Ver­fü­gung stel­len, indem ich ganz prak­tisch dort anpa­cke, wo es not­wen­dig ist – bei­spiels­weise put­zen, Hand­werks­ar­bei­ten etc.

    Hast Du Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Dass sie dem Hei­li­gen Geist noch mehr Raum gibt, damit er seine Kraft ent­fal­ten kann wie in Apos­tel­ge­schichte 1,8.

    Anmer­kung der Redak­tion: Nebiyu Ephrem kommt aus einer äthiopisch-​eritreischen Fami­lie und ist vor 7 Jah­ren in die Schweiz geflüch­tet. Hier hat er seine eri­trei­sche Frau ken­nen gelernt. Er hat zwei Töch­ter (1 und 4). Ephrem gebraucht sei­nen Nach­na­men als Vor­na­men. Er spricht nicht sehr gut Deutsch; das Inter­view gibt sinn­ge­mäss seine Ant­wor­ten wider. Ephrem will unbe­dingt bes­ser Deutsch ler­nen. «Ich bete zu Gott, bitte öffne mei­nen Kopf, dass ich bes­ser Deutsch lerne.»

    Elisabeth (74) und Jörg Rytz (80), Wittigkofen (Bern)

    Warum seid ihr heute in den Got­tes­dienst gekom­men?E: Für mich gehört der Got­tes­dienst­be­such ein­fach zum Sonn­tag dazu. Es ist schön, Bekannte zu sehen und kurz zu plau­dern. Aus­ser­dem höre ich Yvonne Szed­làk gerne predigen.

    Ihr lebt in Bern, warum besucht ihr die Kir­che in Itti­gen? E: Als wir Ende 2001 nach Bern gezo­gen sind, haben wir zusam­men mit unse­rer Toch­ter eine Gemeinde gesucht, die auch für die Enke­lin geeig­net wäre. In Itti­gen hat uns die Got­tes­dienst­ge­stal­tung gefal­len und das Kin­der­pro­gramm gelockt. Mit der Zeit haben wir gute Kon­takte geknüpft, sogar Freund­schaf­ten gefun­den – zum Bei­spiel auf Rei­sen und in den Gemein­de­fe­rien. J: Die Gemein­schaft hier ist sehr gut.

    Was ist in euren Augen die Auf­gabe der Kir­che? J: Die Chris­ten zu ver­sam­meln und die Bot­schaft von Jesus Chris­tus zu ver­kün­den. Unter der Woche kön­nen sich Chris­ten in klei­nen Grup­pen tref­fen, aber der Got­tes­dienst am Sonn­tag dient der Samm­lung der Gemeinde. Die Kir­che soll ein Ort der Wort­ver­kün­di­gung, der Inspi­ra­tion und des Aus­tauschs sein.

    Seht ihr für euch eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? E: Wir hel­fen ab und zu als Kelch­hal­ter beim Abend­mahl mit. Ich treffe mich auch regel­mäs­sig mit einer Frau von Itti­gen, um für die Kirch­ge­meinde hier und für unsere Nach­barn zu beten. Wir schät­zen den För­der­kreis, der uns die Mög­lich­keit gibt, finan­zi­ell die Kirch­ge­meinde zu unterstützen.

    Habt ihr Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? J: Dass das Schlag­zeug nicht zu laut ist und nicht so viele Angli­zis­men gebraucht wer­den. Sonst bin ich wunsch­los glück­lich. E: Ich habe keine beson­de­ren Wün­sche, das Ange­bot ist reich­hal­tig, auch wenn wir alters­be­dingt nicht mehr alles mit­ma­chen können.

    Urs Lehner, bald 77, Bolligen

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Meine Frau und ich kom­men regel­mäs­sig nach Itti­gen in den Got­tes­dienst. Für uns ist der Got­tes­dienst Teil des Sonntags.

    Ihr wohnt in Bol­li­gen und geht in Itti­gen zur Kir­che. Warum? Als Chris­toph Stück­lin hier als Pfar­rer ange­stellt wurde, war meine Frau Susi im Sing­kreis Itti­gen und hat ab und zu in den Got­tes­diens­ten mit­ge­wirkt – ich habe in jener Zeit jeweils unsere drei Kin­der zu Hause gehü­tet. Eines Sonn­tags kam sie nach Hause und sagte: «Die­ser Pfar­rer spricht Sachen an, die wir noch nie gehört haben, du soll­test auch mal kom­men.» Das war der Anstoss dafür, dass wir als Fami­lie anfin­gen, den Got­tes­dienst zu besuchen.

    Was ist in dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Sie ist ein Gefäss, wo wir unsere Gemein­schaft pfle­gen kön­nen und neue Impulse erhal­ten und wo wir die Freude an Gott, die jede und jeder indi­vi­du­ell erlebt, tei­len kön­nen. Ich glaube, dass wir ein­an­der brau­chen. Das hat mich frü­her nicht so inter­es­siert: Ich war eher ein Typ, der für sich alleine irgend­was bewerk­stel­ligt hat. Aber ich bin hier in eine Fami­lie gekom­men, in der ich zum Kom­mu­ni­ka­tor gewor­den bin – obwohl das frü­her eher die Stärke mei­ner Frau war.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? 1999 haben wir in Kali­for­nien und Kanada die Erfah­rung gemacht, wie herz­lich wir in den dor­ti­gen Kir­chen auf­ge­nom­men wur­den, wie die Men­schen auf uns zuge­kom­men sind. Zurück zuhause habe ich dem zustän­di­gen Kirch­ge­mein­de­rat von die­ser Erfah­rung erzählt. Dar­auf ist der Begrüs­sungs­dienst aus­ge­baut wor­den und die Info­thek ent­stand; und wir sind seit­her in bei­den Diens­ten aktiv.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Dass das Team – die Ange­stell­ten und der Kirch­ge­mein­de­rat – «dran» bleibt: Dass zwi­schen den ver­schie­de­nen Natu­rel­len, die hier zusam­men­kom­men, ein Kon­sens ent­steht und die Kir­che voll bleibt.

    Fritz Wegelin, Ittigen, Kirchgemeinderat, Ressort Liegenschaften, bis 31.12.2018

    Warum hast du dich in die­ser Kirch­ge­meinde enga­giert? Der Glaube hat mir viel gege­ben in mei­nem Leben. Ich wollte etwas zurück­ge­ben. Ich bin lang­sam in die Gemeinde hin­ein­ge­wach­sen. Es war logisch, dass ich mich hier enga­giere. Ich war aber auch auf kan­to­na­ler und gesamt­schwei­ze­ri­scher Ebene kirch­lich aktiv.

    Was hat dir die Kir­che in den ver­gan­ge­nen Jah­ren gege­ben? Von der Orts­kir­che bis zur natio­na­len Kir­che wur­den mir viele schöne Stun­den berei­tet, Begeg­nun­gen und Gemein­schaft geschenkt, Tiefe ver­mit­telt, Anstösse zum Nach­den­ken gege­ben und ich wurde vor man­che Her­aus­for­de­run­gen gestellt.

    Was ist in dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Die Wei­ter­gabe der fro­hen Bot­schaft in die heu­tige Zeit hin­ein, Dienst am Men­schen, sich für Frie­den, Gerech­tig­keit und Wah­rung der Schöp­fung einsetzen.

    Was soll blei­ben von dei­nem lan­gen, ver­dienst­vol­len Enga­ge­ment in die­ser Kir­che? «Alles ist eitel, nich­tig und flüch­tig, ein Wind­hauch» (Kohe­let). Ein paar Dinge wer­den sicher eine Zeit lang blei­ben: Casap­pella, umge­stal­te­ter Got­tes­dienst­raum, Kaf­fee Türmli und der­einst hof­fent­lich auch das über­baute Pfrund­land. Lie­ber wäre mir, mein Ein­satz für eine offene, tole­rante, libe­rale Kir­che mit zeit­ge­mäs­ser Ver­kün­di­gung, die eine ver­ständ­li­che Spra­che spricht, würde Früchte tra­gen. Alles Fun­da­men­ta­lis­ti­sche, Frömm­le­ri­sche und Recht­ha­be­ri­sche ist mir ein Gräuel.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Sie soll sein: leben­dig, viel­fäl­tig, offen, am Puls der Zeit, mehr jesua­ni­sche Reich-​Gottes-​Lehre, weni­ger pau­li­ni­sche Sühne– und Opfer­theo­rie. Keine Inzucht in den Gre­mien. Weni­ger Hal­le­luja, mehr Chris­ten­tum im All­tag. «Von Gott bewegt, den Men­schen ver­pflich­tet, so lasst uns eins in Chris­tus Kir­che sein. Aus vie­len Kör­nern wird ein Brot geba­cken, in Viel­falt stellt sich Gott stets ein.» (Refrain Vision-​21-​Lied).

    Corinne Kurz, Vikarin

    Lénc se me? So begrüsst man sich in Tous­siana, dem west­afri­ka­ni­schen Dorf, in dem ich als Kind einer Theo­lo­gin und eines Eth­no­lo­gen auf­ge­wach­sen bin. Nach dem Abschluss des Gym­na­si­ums und einem Zwi­schen­jahr in Kanada absol­vierte ich ein Mit­ar­bei­ter­jahr in einem praktisch-​theologischen Semi­nar in Biel, wo ich auch mei­nen Ehe­mann Michel ken­nen gelernt habe. In die­ser Zeit wuchs sowohl meine Sehn­sucht nach tie­fer Spi­ri­tua­li­tät als auch mein Bedürf­nis nach reflek­tierter Theo­lo­gie. So stu­dierte ich, von öku­me­ni­schen Anlie­gen getrie­ben, je drei Jahre lang katho­li­sche und refor­mierte Theo­lo­gie in Fri­bourg und Bern. In die­ser Zeit inspi­rier­ten mich neben dem Stu­dium immer wie­der alte und neue Bücher, anre­gende Dis­kus­sio­nen und natür­lich die per­sön­li­che Aus­ein­an­der­set­zung mit Gott, sei es im All­tag oder im Klos­ter. Nun stehe ich am Beginn mei­nes Vika­ri­ats und freue mich, unter der Beglei­tung von Yvonne Szedlàk-?Michel das Pfarr­amt und die Kirch­ge­meinde Itti­gen kennenzulernen!

    Christian Moser, 50, Muri, Geschäftsführer

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Wir kom­men nach Mög­lich­keit regel­mäs­sig als ganze Fami­lie in den Gottesdienst.

    Ihr wohnt in Muri und geht in Itti­gen zur Kir­che. Warum? Wir sind schon seit Stu­di­en­zei­ten in der Kirch­ge­meinde Itti­gen zuhause und auch unsere Kin­der sind sehr gerne hier.

    Was ist in Dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Es ist der Ort, wo wir Gott gemein­sam begeg­nen und auch unser Leben teilen.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Momen­tan ist es mir auf­grund mei­ner beruf­li­chen Tätig­keit nicht mög­lich, mich aktiv ein­zu­brin­gen. Aber ich habe kein schlech­tes Gewis­sen, weil sich meine Frau Eli­sa­beth im Bereich Thea­ter und Kin­der­hüte engagiert.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Gute Pre­dig­ten!

    Auf­ge­zeich­net im Januar 2018.

    Doris Eisenegger, 52, Bolligen, Berufsschullehrerin gibb

    Warum bist Du heute in den Got­tes­dienst gekom­men? Die­ser Break am Sonn­tag tut mir extrem gut: Mich auf etwas ande­res zu fokus­sie­ren, mich auf den Schöp­fer zu kon­zen­trie­ren, gibt mir viel Kraft und hilft mir dabei, im All­tag Rele­van­tes und Irre­le­van­tes von­ein­an­der zu tren­nen. Ich gehe mit mehr Gelas­sen­heit und Dank­bar­keit in die neue Woche.

    Du wohnst in Bol­li­gen und gehst in Itti­gen zur Kir­che. Warum? Ich komme schon seit fast 20 Jah­ren in diese Kir­che. Schon damals wohnte ich in Bol­li­gen, war aber noch in kei­ner Kirch­ge­meinde aktiv. Meine dama­lige Nach­ba­rin hatte mich ange­fragt, ob ich beim MuKi-​Träff mit­ma­chen würde. Auch nach die­ser schö­nen MuKi-​Zeit bin ich immer gerne in Itti­gen zur Kir­che gegan­gen. Meine Kin­der sind in die­ser Kir­che gross geworden.

    Was ist in dei­nen Augen die Auf­gabe der Kir­che? Eine Auf­gabe ist sicher, das Wort Got­tes, die Bibel, so wei­ter­zu­ge­ben, dass die Men­schen es ver­ste­hen. Es braucht nicht viel Tam-​Tam – auch wenn das ab und zu ganz schön ist – das Wich­tigste für mich ist, dass das Wort Got­tes mein Herz und das Herz der ande­ren berührt und verändert.

    Siehst Du für Dich eine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Ich habe wäh­rend 10 oder 12 Jah­ren mit­ge­hol­fen, den MuKi-​Träff auf­zu­bauen und zu lei­ten. Wenn ich heute neben mei­nem Job noch genug Kapa­zi­tät habe, enga­giere ich mich in klei­ne­ren Pro­jek­ten. Aber auch infor­mell; wenn bei­spiels­weise Leute in Not sind, spre­che ich mit ihnen, ver­su­che, für sie mit einem offe­nen Ohr da zu sein. Man kann auch im Klei­nen wirken.

    Deine Wün­sche an die Kir­che Itti­gen? Dass sie mit der Zeit geht, beweg­lich bleibt. Damit meine ich, dass sie The­men aus dem All­tag der Men­schen immer wie­der auf­greift und mit dem Wort Got­tes in Ver­bin­dung bringt. Dass sie eine grosse, leben­dige Gemeinde sein kann, in der es Platz für alle hat. Die Kir­che: ein Mut– und Kraf­t­ort mit einem Kraft­wort für die heu­tige Zeit. Ich bin dank­bar, dass ich mich in die­ser Gemeinde wohl und auch getra­gen füh­len kann.

    Auf­ge­zeich­net im Januar 2018.

    Roger Sutter, 39, Missionar/Theologe, Port Vila, Vanuatu

    ver­hei­ra­tet mit Cindy, Kin­der Lei­lani (7), Mataio (3) und Manoah (2)

    Was ver­bin­det dich mit der Kirch­ge­meinde in Itti­gen? Itti­gen ist mein Hei­mat­ort, ich bin hier gebo­ren und auf­ge­wach­sen. Ich wurde in der Kir­che Itti­gen getauft und kon­fir­miert und habe als Hel­fer in einem Kon­fla­ger in Ver­co­rin zum Glau­ben gefun­den. Ich habe wäh­rend Jah­ren in der Jugend­ar­beit mit­ge­ar­bei­tet und bin seit 2002 als Mis­sio­nar bei Jugend mit einer Mis­sion (JmeM) von der Kirch­ge­meinde Itti­gen getragen.

    Was ist dei­ner Mei­nung nach die wich­tigste Auf­gabe der Kir­che? Das Ver­kün­den des Evan­ge­li­ums, das aktive Bauen des Reichs Got­tes, sowie das Unter­rich­ten und Unter­stüt­zen der Glaubensgemeinde.

    Was ist deine Auf­gabe inner­halb die­ser Kir­che? Mis­sio­nar mit JmeM im Insel­staat Vanuatu.

    Dein Wunsch an die Kir­che in Itti­gen? Ich wün­sche mir irgend­wann in der nähe­ren Zukunft eine orga­ni­sierte Reise der Kir­che nach Vanuatu, um der Gemeinde einen direk­ten Ein­blick in unser Leben und unsere Arbeit als Mis­sio­nare zu ermög­li­chen. Ich wün­sche mir, dass mög­lichst viele Mit­glie­der der Gemeinde auch indi­vi­du­ell die Mög­lich­keit haben, uns und unsere Arbeit zu besuchen.

    ER kennen

    Was macht den Sonntag zum Sonntag?

    Ist es das Aus­schla­fen, die Zeit mit Fami­lie und Freun­den, das Aus­bre­chen aus dem durch­ge­tak­te­ten All­tag? Das wohl­ver­diente Nichts­tun nach einer stren­gen Arbeits­wo­che? Oder sind es die Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten, für die sonst die Zeit nie reicht? Wenn ich ehr­lich bin, sind es zu einem gros­sen Teil sol­che Dinge, die mir am Sonn­tag der – ver­meint­li­chen – Erho­lung die­nen. Doch was wäre, wenn der Sonn­tag nicht Pri­vat­sa­che ist, son­dern ein Geschenk Got­tes – ver­bun­den mit der Auf­for­de­rung, die­sen Tag zu hei­li­gen? Das heisst: gemein­sam für Gott, für uns und für unsere Mit­men­schen ein Fest zu fei­ern, uns mit­ein­an­der zu freuen, Gott und ein­an­der zu begeg­nen, Ihn anzu­be­ten, Sein Wort zu hören, zusam­men zu essen und zu trin­ken? Was wäre, wenn in einem sol­chen Got­tes­dienst die wahre Erho­lung grün­det, die wir in der heu­ti­gen dere­gu­lier­ten und indi­vi­dua­li­sier­ten Zeit mehr denn je nötig haben?* Was macht für Sie den Sonn­tag zum Sonntag?

    Daniela Bau­mann, Reporterteam

    *Gedan­ken aus einem Vor­trag des Theo­lo­gie­pro­fes­sors Ralph Kunz am 8. März in Ittigen

    ER löst