Das Wort CASAPPELLA setzt sich aus CASA – Raum für Wohnen und Leben – und CAPPELLA – Raum fürs Feiern – zusammen.


So feiern wir jede Woche in der CAPPELLA einen Abendgottesdienst. Regelmässig finden auch Anlässe wie Taizé-Abende oder Konzerte statt. Ausserdem ist der Raum täglich zwischen 8.00 und 22.00 Uhr offen zugänglich. Nutzen Sie die Möglichkeit, einen Moment zur Ruhe zu kommen, zu beten, zu singen (die Akustik ist hörenswert) oder eine Kerze anzuzünden.

 

Mit der CASA schafft die Kirchgemeinde Ittigen Raum für gemeinschaftliches Leben im landeskirchlichen Kontext. Aktuell wohnen zwei Familien und sechs junge Erwachsene im Haus am Längackerweg. Zur Gemeinschaft gehören weiter ein Ehepaar und zwei Einzelpersonen, die ausserhalb wohnen. Sie alle haben sich entschieden, ein Stück ihres Lebens miteinander zu teilen. Sie leben nicht in einem Kloster, aber enger verbunden als in einer guten Nachbarschaft. Zentral für das Miteinander ist die Offenheit aller, sich in die Gemeinschaft einzubringen. Jeden Donnerstag trifft sich die Gemeinschaft zum gemeinsamen Gebet und Nachtessen. Sie organisiert Anlässe, die offen sind für die Menschen, die im Quartier leben (z. B. die jährliche Süssmostpress-Aktion). Gegenseitige praktische Unterstützung oder ein spontaner Kaffee oder gemeinsames Pizza-Backen im Innenhof sind ebenfalls Teil des Miteinanders.

CASA und CAPPELLA gehören eng zusammen. Auf der Glocke, die die Gottesdienste einläutet, steht geschrieben «Jesus Christus ist derselbe, gestern, heute und in Ewigkeit» (Hebräerbrief 13,8). Auf dem Grundstein lesen wir: «Tragt einer des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen» (Galaterbrief 6,2). Beide Zitate weisen darauf hin, dass Kirche immer auch dort ist, wo wir mit Blick auf Christus und in Verbundenheit mit ihm und anderen Menschen leben.

 

Hauskommission CASAPPELLA


STATEMENTS aktueller Bewohnerinnen und Bewohner der CASAPPELLA,

 

… warum sie sich entschieden haben, in der CASAPPELLA zu wohnen:

 

Dominique (48):

«Ich hatte immer die Sehnsucht, in einer verbindlichen Gemeinschaft zu leben. Ich hoffe, dadurch flexibel zu bleiben und mit Gott Sachen zu erleben.»

 

Joshua (15):

«Es war nicht meine Entscheidung hier zu leben, sondern meine Eltern haben das für mich getan, aber ich würde mich selbst auch nicht anders entscheiden.»

 

Daniel (53):

«Ich war zuerst skeptisch, da ich ein freiheitsliebender Mensch bin und nicht wusste, ob ich mich in eine solche Gemeinschaft einbringen kann und will. Seit unserem Einzug sind nun elf Jahre vergangen und ich schaue auf eine sehr schöne und erfüllte Zeit zurück.»

 

Amiel (31) und Eva-Maria (25):

«Gott ruft in die Gemeinschaft und er hat uns als Ehepaar ein Herz gegeben, mit anderen unterwegs zu sein, einander im Alltag zu erleben, zu feiern, zu ermutigen und zu wachsen. Jesus ist dabei unser Fundament und im Zusammenleben in der CASAPPELLA können wir viel von ihm lernen.»

 

Bernhard (67):

«Eine Gemeinschaft kann leichter zusammen mit der Nachbarschaft etwa ein Strassenfest, Open Air Kino, Konzert oder eine Most-Aktion durchführen. Ein kleiner Haushalt wäre da überfordert.»

 

Annemarie (66):

«Wir machen alle auch Entwicklungen durch im gemeinsamen Leben, nicht nur die Jungen, die vielleicht von zu Hause ausziehen und Dinge lernen wie Kochen, Waschen usw. Man schleift aneinander, auch wir Älteren. Sich immer wieder auf neue und junge Leute einzulassen, ist schön, braucht aber manchmal auch Kraft.

Zusammen feiern und zusammen Gott loben, ist auch wichtig.»

 

… was sie am meisten schätzen am Zusammenleben:

 

Isabel (56):

«Seien es die wöchentlichen gemeinsamen Nachtessen im Foyer und das Gebet in der CAPPELLA oder die spontanen Begegnungen im und ums Haus herum – all das macht mein Leben reicher. Vermissen würde ich besonders den Innenhof – er ist wie ein grosses Wohnzimmer, eine Einladung zur Gemeinschaft.»

 

Leona (17):

«Ich schätze: die Gemeinschaft und das familiäre Gefühl; wenn spontane Treffen entstehen und man sich Zeit füreinander nimmt; dass alle einander ernst nehmen und an Gott glauben.»

 

Andreas (55):

«Mir gefällt, dass ich ohne grossen Aufwand Beziehung habe. Als etwas beziehungsfauler Mensch bin ich froh, dass die Beziehungen, die Gemeinschaft, hier einfach wie von selbst entstehen, weil wir uns immer wieder sehen, vor allem auch an den gemeinsamen Essen.»

 

Rebecca (17):

«Ich schätze es mega, meine beste Freundin und ihre Familie gerade neben uns zu haben. Das Zustandekommen von Spontanem mit Leuten aus der WG oder mit anderen schätze ich auch.»

 

Daniel (53):

«Das Gemeinschaftliche ist für mich besonders wertvoll und faszinierend. Ich bin motivierter denn je, hier zu wohnen, weil diese gemeinsamen Momente so erfreulich sind.»

 

Fotos Grundsteinlegung: Renate Brechbühl / Architekturfotos CASAPPELLA: Alexander Gempeler, Bern / übrige Fotos: zvg